Aufruf

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An die Werksleiter und Firmeninhaber ortsansässiger Betriebe in Brunsbüttel und Umgebung

Der Landtagspräsident Torsten Geerdts spricht auch zu IHNEN! Zum Vergrößern bitte ins Motiv klicken. (Teil 1 )

Betreff: Wattolümpiade 2011


Als wir vor sieben Jahren die ersten Bitten um eine Unterstützung der Wattolümpiade an ortsansässige Betriebe richteten, ernteten wir überwiegend Unverständnis und Ablehnung. Darunter auch Beleidungen und Kränkungen - mir persönlich ist daran gelegen, dieses hier nicht unerwähnt zu lassen.

Es folgten Jahre der Überzeugungsarbeit. Wir richteten Krebsberatungsstellen in den Westküstenkliniken ein, die wir bis heute voll finanzieren. Darüber hinaus organisieren wir onkologische Informationstage und finanzierten auch den ersten Schleswig-Holsteinischen Krebsinformationstag im WKK in Heide.

Wir erhielten den deutschen Tourismuspreis für besonders innovative Konzepte und wurden von der Stiftung Bürgermut mit dem Titel „Weltbeweger“ bedacht. Richtig weltbewegend sind derweil auch die Medienmeldungen, die Sie auf unserer Homepage finden, denn diese umspannen inzwischen nachweislich den ganzen Globus.

Es gibt also für uns keinen Grund mehr, uns rechtfertigend über unser Anliegen zu äußern.

Dennoch ist der Fortbestand der Wattolümpiade in ernster Gefahr, und damit auch die Existenz der onkologischen Beratungsstellen in Dithmarschen. Mithin also die Hoffnung vieler Krebsbetroffener unserer Region, denn in Bezug auf den Ausbau von Strukturen für Patientenkompetenz sind wir zu einer sehr wichtigen und hoffnungstragenden Anlaufstelle geworden.

Hiervon profitieren mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Mitarbeiter und Angehörige Ihrer Firma. Kaum jemand kann heute behaupten, nicht in der einen oder anderen Form mit dem Damoklesschwert „Krebs“ konfrontiert worden zu sein. Falls Sie zu den Glücklichen gehören, an denen dieser Kelch bislang vorüberging, empfehle ich Ihnen den Beitrag im Vorwort unserer Homepage www.wattopedia.de : „Der Krebs ist ein Kriegsherr, der seine Gefangenen hilflos macht und oft grausam zu Tode foltert.“


Es kommt nicht selten vor, dass wir gefragt werden: „Unterstützt meine Firma diese großartige Initiative eigentlich nicht – ich sehe nirgendwo unser Firmenlogo“. Man könnte fast sagen, die Beweislast habe sich umgekehrt – gänzlich ohne unser Zutun.


Der Landtagspräsident Torsten Geerdts spricht auch zu IHNEN! Zum Vergrößern bitte ins Motiv klicken.(Teil 2)

Der Hauptgrund für die Gefährdung der Kontinuität unserer Initiative liegt natürlich in der allgemeinen, sehr angespannten Wirtschaftssituation – und hiermit stelle ich Ihnen bereits ein besonders widerlegungsresistentes Argument für ein mögliche Absage vorweg.

Der Landrat Dr. Jörn Klimant spricht auch zu IHNEN! Zum Vergrößern bitte ins Motiv klicken.

:“..... aber wir machen doch schon“

Wir kennen sie verständlicherweise inzwischen alle, diese Standardargumente wie :“..... aber wir machen doch schon“, oder „.... wir konzentrieren uns seit Jahren nur noch auf Sport oder Kultur, oder....“ etc. etc. Oft war ich versucht, hier für eine Extra-Plattitüdenseite auf unserer Homepage anzulegen, wovon mich dann die weniger impulsiven Mitstreiter der Wattolümpiade abhielten. Mich persönlich macht es betroffen, wenn ich sehe, dass man genügend Mittel für publikumsträchtige Vergnügungs-Events gleich welchen Anspruchs bereitstellt, aber das wohldurchdachte Anliegen von Menschen, denen Gesundheit und Überleben bedeutsamer erscheint, mit einem Federstrich ignoriert.

Es geht hier ganz ohne Zweifel um eine Frage von Ethik und Moral – auch in der öffentlichen Bewertung Ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Nicht zuletzt auch im Standing gegenüber Ihren eigenen Werks- oder Firmenangehörigen.

Dass diesem Aspekt aktuell eine Riesenbedeutung zukommt, beweisen Social-Media-Analysen in Bezug auf die Bedeutungsentwicklung deutscher Charity-Fundraising-Konzepte. Die Nachhaltigkeit gesellschaftlichen Engagements wird um ein vielfaches höher bewertet, als Produkt- oder Image-Marketing. Auf Deutsch gesagt: Wer sich für Menschen und Mitarbeiter engagiert, bleibt positiver im Gedächtnis, als das lustige „Plop“ einer Bierflasche oder das selbst entwickelte „grüne“ Etikett eines Konzerns, der notgedrungen bei seiner Produktion Umweltbelastungen in Kauf nehmen– und rechtfertigen muss.


Bitte sehen Sie in diesem , zugegeben aus sehr persönlicher Sicht formulierten Anschreiben, einen weiteren Versuch, mit Ihnen und Ihrem Gewissen ins Gespräch zu kommen.

Falls wir Sie hiermit zum wiederholten Male ansprechen, bitten wir Sie, das im Sinne unseres Engagements zu respektieren. Sollte für bisherige Ablehnungen aus Ihrem Hause ein Vorgänger verantwortlich sein, dann ergreifen Sie bitte die Gelegenheit, sein Unverständnis zu korrigieren.

Ihre Mitarbeiter und die Bevölkerung dieser Region würden diesen Schritt wohlwollend begrüßen – und die Veranstalter der Wattolümpiade natürlich ebenfalls.


Mit guten Grüssen

Jens Rusch Fundraising / Wattolümpiade 2011


Scheckübergabe im Beisein des Schirmherrn Landtagspräsident Torsten Geerdts an den Vorsitzenden der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft am 8. Juli 2010. Damit sind wir bei 120 000.- Euro angelangt.