Dieter Lenk

Aus Wattopedia
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Beim Wattstock-Konzert verkündet Dieter Lenk die Spendensumme 2009


Dieter Lenk betreut den Wattikan, um die Forderungen des Finanzamtes zu regulieren.



Benefiz, Krebs und das Finanzamt

Die nachfolgenden Zeilen drücken die persönliche Meinung von Mit-Initiator Jens Rusch aus und stehen ausdrücklich nicht stellvertretend für den Verein Wattolümpiade e.V.

"Als ich bei der Wattolümpiade 2010 die Schlange der Menschen an der Deichkasse sah, mußte ich darüber nachdenken, daß der größte Teil dieser im weitesten Sinne "Sympathisanten" die 3.- Euro für den Eintritt aus der eigenen Lohntüte entnommen hatte. Von Geld also, das bereits versteuert wurde.


Kaum jemand in dieser Schlange wird sich dafür interessieren, daß das Finazamt vom Gesamtertrag dieser Wattolümpiaden nochmals einen Betrag beanspruchen wird - von dem Geld, das wir eigentlich gern für weitere Strukturen zur Förderung für Patientenkompetenz einsetzen würden. Das Geld fehlt ja nicht uns, den unermüdlichen Organisatoren und Helfern, die teilweise eine Woche ihres kostbaren Jahresurlaubs und viele Dinge mehr geopfert hatten - es fehlt am Ende ja definitiv den Krebsbetroffenen. Am Stand der Krebsgesellschaft SH bei der Wattolümpiade 2010


Als wir mit diesem kausalen Zusammenhang zum ersten Mal in die Öffentlichkeit gingen, kochte jeder Pressevertreter auf seine Weise ein eigenes Süppchen aus diesen Zutaten - deshalb äußern wir uns dazu auch nicht mehr öffentlich, das hat der Wattikan beschlossen. Und das ist auch richtig so.

Auf der Homepage des Finanzministeriums erschien dann das nachstehende Statement, das ich an dieser Stelle nicht kommentieren möchte.

Es geht mir auch nicht um Stammtischkommentare oder um Leserbriefniveau, es geht mir darum, wie ich das all denen klarmachen kann, die in unserem Engagement einen Hoffnungsbonus sehen möchten. Steuern benötigt dieser Staat - heute mehr denn je. Um zu signalisieren, daß wir uns davor auch keineswegs drücken wollen, haben wir Herrn Dieter Lenk gebeten, unsere wirtschaftlichen Verhältnisse klar und eindeutig zu ordnen und gegenüber dem Finanzamt zu vertreten.


Für mich persönlich verkörpert er einen Dolmetscher, der mir eine Welt erklären muß, die ich nicht mehr verstehe - und die ich deshalb auch niemandem erläutern kann. Was wir machen, ist von Ansprüchen getragen, die Ethik und Moral weit höher bewerten, als die vorgenannten Aspekte. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, daß das Handeln und das verantwortliche Wirken von Staatsbeamten hiervon unberührt sein soll. Es kann nicht sein, daß sich die Sichtweisen nur dann ändern, wenn man selbst von der Diagnose "Krebs" betroffen ist, oder einer der Lieben im Verwandtenkreis oder am Arbeitsplatz nebenan." Jens Rusch Juni 2010



Originaltext Finanzministerium ohne Kommentar

Finanzministerium sichert Wattolümpiade in Brunsbüttel - Bereits im Vorfeld der Veranstaltung gab es Unterstützung für den Förderverein

Erscheinungsdatum: 18.08.2008

Kiel/Brunsbüttel. Beschäftigte des Finanzamtes Itzehoe und des Finanzministeriums in Kiel haben die Wattolümpiade in Brunsbüttel gerettet. Entgegen anders lautenden Presseberichten haben die Bediensteten den Förderverein unterstützt und sich engagiert dafür eingesetzt, dass die gute Sache fortgesetzt werden kann. Die Wattolümpiade ist nicht nur ein Spektakel mit mehreren tausend Besuchern, sondern hier werden viele Menschen über Krebs informiert und Geld für die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft gesammelt.

Mehrere Zeitungen der Region hatten - ohne bei den Behörden nachzufragen - berichtet, dass der Wattolympiade das Aus drohe, weil der Fiskus die Einnahmen komplett versteuern wolle. Diese Darstellung ist falsch.

„"Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des zuständigen Finanzamtes Itzehoe sowie des Finanzministeriums in Kiel haben dem Verein der Freunde und Förderer der Wattolümpiade e.V. in Gesprächen aufgezeigt, was sie tun müssen, damit ihr Engagement auch steuerlich als gemeinnützig anerkannt werden kann"“, erklärte der Pressesprecher des Finanzministeriums Schleswig-Holstein, Torsten Borchers. Nach der Abgabenordnung (AO) können Vereine, Verbände und andere Körperschaften Steuervergünstigungen erhalten, wenn sie „ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke“ verfolgen. „"Hier müssen verschiedene Tätigkeitsbereiche unterschieden werden"“, betonte der Sprecher. Wenn ein gemeinnütziger Verein eine Veranstaltung macht, um den in der Satzung definierten Vereinszweck zu erfüllen, so sind die aus diesem sogenannten Zweckbetrieb resultierenden Einnahmen körperschaftsteuerfrei. Von einem steuerlichen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb wird allerdings gesprochen, wenn über Tätigkeit Geld verdient wird, die nicht unmittelbar der Verwirklichung des Satzungszwecks dienen (zum Beispiel durch Getränkeausschank). Diese Einnahmen minus der entstandenen Kosten minus eines Freibetrages von 3.835 Euro ergeben den steuerpflichtigen Gewinn, auf den 15 Prozent Körperschaftssteuer zu zahlen ist. Allerdings nur, wenn die Einnahmen in diesem Bereich 35.000 Euro pro Jahr überschreiten. Unterhalb dieser Grenze fällt keine Körperschaftsteuer an.

„"Weder das Finanzamt noch das Finanzministerium gefährden die Arbeit des Vereins oder die Veranstaltung. Den ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern gebührt Dank und Respekt. Wenn sie sich an die aufgezeigten Regeln halten, gibt es keinen Grund, warum sich die Organisatoren oder die Krebsgesellschaft Sorgen machen sollten"“, stellte der Ministeriumssprecher klar. Ob überhaupt Steuern zu zahlen sind und wenn, in welcher Höhe, dazu wollte sich der Sprecher nicht äußern: „"Ich bitte um Verständnis, dass ich hier wegen des Steuergeheimnisses keine über die allgemeinen Hinweise hinausgehende Angaben machen darf. Aber wer die rechtlichen Grundlagen kennt und rechnen kann, dem genügt das auch".“

Verantwortlich für diesen Pressetext: Torsten Borchers| Pressestelle | Finanzministerium, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-3906 | Telefax 0431 988-4176 | E-Mail: pressestelle@fimi.landsh.de |

Medieninformation vom 18. August 2008 zum Herunterladen