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Pressetext des Finanzministeriums

Finanzministerium sichert Wattolümpiade in Brunsbüttel - Bereits im Vorfeld der Veranstaltung gab es Unterstützung für den Förderverein

Erscheinungsdatum: 18.08.2008

Originaltext des Finanzministeriums auf der SH-Homepage

Kiel/Brunsbüttel. Beschäftigte des Finanzamtes Itzehoe und des Finanzministeriums in Kiel haben die Wattolümpiade in Brunsbüttel gerettet. Entgegen anders lautenden Presseberichten haben die Bediensteten den Förderverein unterstützt und sich engagiert dafür eingesetzt, dass die gute Sache fortgesetzt werden kann. Die Wattolümpiade ist nicht nur ein Spektakel mit mehreren tausend Besuchern, sondern hier werden viele Menschen über Krebs informiert und Geld für die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft gesammelt.

Mehrere Zeitungen der Region hatten - ohne bei den Behörden nachzufragen - berichtet, dass der Wattolympiade das Aus drohe, weil der Fiskus die Einnahmen komplett versteuern wolle. Diese Darstellung ist falsch.

„"Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des zuständigen Finanzamtes Itzehoe sowie des Finanzministeriums in Kiel haben dem Verein der Freunde und Förderer der Wattolümpiade e.V. in Gesprächen aufgezeigt, was sie tun müssen, damit ihr Engagement auch steuerlich als gemeinnützig anerkannt werden kann"“, erklärte der Pressesprecher des Finanzministeriums Schleswig-Holstein, Torsten Borchers. Nach der Abgabenordnung (AO) können Vereine, Verbände und andere Körperschaften Steuervergünstigungen erhalten, wenn sie „ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke“ verfolgen. „"Hier müssen verschiedene Tätigkeitsbereiche unterschieden werden"“, betonte der Sprecher. Wenn ein gemeinnütziger Verein eine Veranstaltung macht, um den in der Satzung definierten Vereinszweck zu erfüllen, so sind die aus diesem sogenannten Zweckbetrieb resultierenden Einnahmen körperschaftsteuerfrei. Von einem steuerlichen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb wird allerdings gesprochen, wenn über Tätigkeit Geld verdient wird, die nicht unmittelbar der Verwirklichung des Satzungszwecks dienen (zum Beispiel durch Getränkeausschank). Diese Einnahmen minus der entstandenen Kosten minus eines Freibetrages von 3.835 Euro ergeben den steuerpflichtigen Gewinn, auf den 15 Prozent Körperschaftssteuer zu zahlen ist. Allerdings nur, wenn die Einnahmen in diesem Bereich 35.000 Euro pro Jahr überschreiten. Unterhalb dieser Grenze fällt keine Körperschaftsteuer an.

„"Weder das Finanzamt noch das Finanzministerium gefährden die Arbeit des Vereins oder die Veranstaltung. Den ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern gebührt Dank und Respekt. Wenn sie sich an die aufgezeigten Regeln halten, gibt es keinen Grund, warum sich die Organisatoren oder die Krebsgesellschaft Sorgen machen sollten"“, stellte der Ministeriumssprecher klar. Ob überhaupt Steuern zu zahlen sind und wenn, in welcher Höhe, dazu wollte sich der Sprecher nicht äußern: „"Ich bitte um Verständnis, dass ich hier wegen des Steuergeheimnisses keine über die allgemeinen Hinweise hinausgehende Angaben machen darf. Aber wer die rechtlichen Grundlagen kennt und rechnen kann, dem genügt das auch".“

Verantwortlich für diesen Pressetext: Torsten Borchers| Pressestelle | Finanzministerium, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-3906 | Telefax 0431 988-4176 | E-Mail: pressestelle@fimi.landsh.de |