Küstenschutz

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LKN- SH (Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig- Holstein)

Das Rollstuhlproblem. Auf dem unwegsamen Gelände haben Rollstuhlfahrer definitive Nachteile. Wir arbeiten gemeinsam an Lösungen.

Das Wattkampfgelände

Das Soesmenhusener Wattkampfgelände ist ein extrem amphibischer Ort. Genaugenommen gibt es ihn alle sechs Stunden gar nicht meer. Dann kommt hinzu, daß der Landesschutzdeich selbst sehr stark geschützt werden muß - und dieses zum Wohle aller Menschen, die dahinter wohnen. Sonst bekämen sie nämlich nasse Füße bis über den Kopf und das kann ernsthaft wohl niemand wollen. Der Wattikan hat also eine Menge zu beachten. Die Grasnarbe darf nicht zerfahren werden, was im ersten wattolümpischen Jahr leider geschah. Heute gelten hinter dem Deich- also zur Elbseite hin - stärkere Verkehrsvorschriften als auf jeder deutschen Autobahn. Das Natur-Atrium ist wunderschön und für die wattolümpischen Zwecke absolut ideal, aber das Biotop ist halt fragil. Da ist es dann gut, daß man sich jeden Eingriff und jede Veränderung ganz genau anschaut.

Die Küstenschützer

Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz

Wir sichern und schützen Schleswig-Holsteins Küsten

Der neue Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz

Am 1. Januar 2008 startete der Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN-SH) seinen Betrieb. Der Landesbetrieb in der Rechtsform eines Landesamtes als Landesoberbehörde ist nachgeordnete Behörde des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MLUR) des Landes Schleswig-Holstein.

Unser LKN-SH ist der Dienstleister Schleswig-Holsteins für den Küstenschutz an Nord- und Ostsee mit seinen vorgelagerten Inseln und Halligen, für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, für den Hochwasserschutz an der Elbe, die Gefahrenabwehr und Gewässerunterhaltung auf den Gewässern I. Ordnung und für den Bau, den Betrieb, die Verwaltung und die Instandhaltung der landeseigenen Häfen mit einem gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienst sowie einem zentralen Wach- und Warndienst der Wasserwirtschaft. Der LKN-SH ist Küstenschutzbehörde, Hafenbehörde und für den Nationalpark auch Naturschutzbehörde.

Der Betriebssitz Husum ist unsere Zentrale.

In vier Betriebsstätten und weiteren 32 Standorten arbeiten insgesamt rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach der Vision

  • Wir sichern das Leben und das Eigentum der Menschen
  • in den Küstengebieten im Einflussbereich von Nord- und Ostsee
  • und wir schützen das Wattenmeer in seiner natürlichen Dynamik.

Quelle: Homepage LKN

Küstenschutz und Klimawandel

"Fit für den Klimawandel": Küstenschutzminister von Boetticher erläutert neues Konzept für Landesschutzdeiche

Küstenschutzminister Dr. Christian von Boetticher hat eine Anpassung der Küstenschutzstrategie des Landes Schleswig-Holstein an den Klimawandel angekündigt: "Die neuesten Erkenntnisse zum künftigen Meeresspiegelanstieg haben uns veranlasst, die bisherige Küstenschutzstrategie zu verbessern", sagte er heute (11. September). Bereits aktuell werden Deichverstärkungen in Schleswig-Holstein mit einem "Klimazuschlag" von 50 Zentimetern ausgeführt. Seit das Land den "Generalplan Küstenschutz" eingeführt hat, wurden so bereits 36 Kilometer Landesschutzdeiche mit Kosten in Höhe von ca. 107 Millionen Euro verstärkt. Weitere 76 Kilometer, meistens auf den exponierten Inseln, sollen in den nächsten Jahren folgen. "Der Sicherheitsstandard dieser verstärkten Deiche ist damit so hoch wie nie zuvor", erläuterte von Boetticher.

Weiter betonte er, dass der derzeit berücksichtigte Klimazuschlag von 0,5 Metern an der Nordsee und der Elbe sowie 0,3 Metern an der Ostsee ausreiche, um den vom UNO-Klimarat im Jahre 2007 veröffentlichten Angaben zum Meeresspiegelanstieg mit Werten zwischen 20 und 60 cm bis zum Jahre 2100 zu begegnen.

Neuere Forschungen deuteten jedoch darauf hin, dass möglicherweise auch mit einem stärkeren Meeresspiegelanstieg zu rechnen sei. Allerdings habe auch die Unsicherheit zu einzelnen Klimafaktoren, etwa der künftigen Kohlendioxidaufnahme durch die Ozeane, wieder zugenommen. In der Folge habe sich die Bandbreite der Projektionen stark ausgeweitet; derzeit reiche sie von 0,2 bis 1,4 Metern. Küstenschutzminister von Boetticher: "Um diesen Unsicherheiten und großen Bandbreiten nachhaltig zu begegnen, sind flexible so genannte 'No-Regret-Maßnahmen' erforderlich. Diesen Auftrag habe ich meinen Küstenschützern gegeben."

Resultat: Die bisherigen Deichverstärkungen wurden mit einem Profil ausgeführt, das unterschiedliche Neigungen auf der seewärtigen Deichböschung aufwies. Künftig soll nun die Außenböschung mit einer einheitlichen und flacheren Neigung ausgestaltet und die Deichkrone von bisher 2,5 auf fünf Meter verbreitert werden. "Durch diese zusätzlichen Maßnahmen wird ein signifikanter Sicherheitszuwachs erzielt. Der größte Vorteil ist jedoch, dass so eine Baureserve für spätere Nachverstärkungen geschaffen wird", sagte von Boetticher. Falls der Meeresspiegel stärker als 50 Zentimeter ansteige, hätten nachfolgende Generationen die Möglichkeit, mit geringem Aufwand dem Deich eine zusätzliche "Kappe" aufzusetzen. Mit dieser Maßnahme könne dann einem zusätzlichen Meeresspiegelanstieg von sogar bis zu einem Meter begegnet werden. Mit diesem mehrstufigen Verfahren werde die gesamte Bandbreite der aktuellen Meeresspiegelszenarien abgedeckt. Weiterer Vorteil: Die zusätzlichen Kosten für die Abflachung und Verbreiterung liegen bei nur bis zu 20 Prozent der heute regulären Kosten für eine Deichverstärkung. "In Anbetracht der gut 300.000 Einwohner in unseren Küstenniederungen halte ich diese Investition für angebracht und den nachfolgenden Generationen gegenüber für sachgerecht", betonte Christian von Boetticher. Die Finanzierung sei durch das Sonderprogramm "Maßnahmen des Küstenschutzes infolge des Klimawandels", das gemeinsam von Bund und Ländern im Jahre 2008 aufgelegt wurde, gesichert. Die Kosten für eine eventuelle Anpassung durch späteres Aufsetzen einer "Kappe" liegen zudem bei nur etwa zehn Prozent einer regulären Deichverstärkung. Dadurch verringerten sich die Klimafolgenkosten für die nächsten Generationen, die den Klimawandel nicht verursacht habe, entsprechend.

"Wir haben in den letzten Jahren im Küstenschutz viel erreicht. Mit dem neuen Konzept sind wir nochmals ein gutes Stück vorangekommen, Schleswig-Holstein auf die Folgen des Klimawandels einzustellen", sagt der Minister. Gleichzeitig werde auch Schleswig-Holstein nicht nachlassen, seinen Beitrag zum Klimaschutz und zur Begrenzung des Klimawandels zu leisten, betonte er.

Ortstermine und Begehungen

Erster Ortstermin 2009. Hauptthema war dabei die Stabiliserung für das Rollipodest, das der Wattikan dank der Spende der Sparkasse Westholstein neu anschaffen konnte. Baubetriebsleiter Siegfried Bornholdt und Abschnittsleiter Andreas Kath hatten eine blendende Idee.

Konstruktionsfotos und Skizze folgen. Klick in die Bilder macht sie irgendwie größer!

Deichbau

Ebbe, Flut und Schafe

das sind kurz umrissen die wesentlichen Problemfaktoren, die mit den LKN-Experten Jahr für Jahr vom Wattikan neu abgestimmt werden. Wußten Sie, daß Schafe sich die Trampelpfade, die den Deich wie eine Schnellspur durchziehen, als hypothetische Fluchtwege anlegen? Durchkreuzt man sie oder stört sie bei ihren Trainingsläufen, werden Schafe neurotisch. Das ist genetisch einfach drin in den Tieren und stammt aus der Zeit ihrer Tundra- und Steppenquellen, denn dort gab es Bären und Wölfe. Die Schafe fraßen sich ihre Fluchtwege ins dornige Gestrüpp und durch unwegsame Regionen, um im Ernstfall dort nicht hängenzubleiben. Doch dazu an anderer Stelle Ausführlicheres.

Die Geschichte des Küstenschutzes

Wasserschutzpolizei

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Auch die Wasserschutzpolizei ist für uns zuständig. Unsere Küste wird wirklich hervorragend verteidigt. Glücklicherweise gibt es niemanden, der dem Wattikan irgendeine böse Absicht unterstellen würde und wir erhalten eine großartige, solidarische Unterstützung von allen Beteiligten.

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