Krebsberatungszentrum Westküste

Aus Wattopedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
DLZKBZ.jpg
Die neue Leitung unseres Krebsberatungszentrums hat ein Gesicht: Petra Koester wird alle Aktivitäten koordinieren.
Jens Rusch überreicht im Auftrage von Dr. Bernd Schmude und in seiner Eigenschaft als zweiter Vorsitzender des in Frankfurt a.M. ansässigen Schwestervereines unserer Organisation STARK gegen KREBS e.V. einen Scheck zur Deckung der Umbaukosten an Prof. Dr. Dr. Bernhard Kimmig vom Vorstand der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft


Wrigge4.jpg
Rollup kbz dank.jpg

Krebsberatungszentrum Westküste wird eröffnet

Weit über 250.000 Euro hat der Wattolümpiade-Verein seit 2004 an Spenden generiert – Geld, das unter dem Motto „Stark gegen Krebs” Krebsbetroffenen in der Region zugute kommt. So finanziert der Verein, der am Samstag, 11. Juli 2015, zum elften Mal das „schmutzigste Benefiz-Spektakel der Welt“ ausrichtet, seit 2005 unter anderem zwei Beratungsstellen für Krebspatienten und deren Angehörige in Brunsbüttel und Heide.

Zehn Jahre, nachdem die erste Krebsberatungsstelle am Brunsbütteler Klinikum ihre Arbeit aufnahm, steht nun mit der Einweihung des Krebsberatungszentrums Westküste zum 15. Juni Großes bevor – „ein Quantensprung“, wie Jens Rusch formuliert. Der 65-Jährige Brunsbütteler, 2001 selbst an Krebs erkrankt, initiierte 2004 mit weiteren Mitstreitern die Wattolümpiade als Benefizveranstaltung. Seitdem bemüht sich der Verein mit vielen Aktivitäten, regionale Strukturen für Krebskranke und deren Angehörige nachhaltig zu verbessern.

Dazu gehörte die Einrichtung von Beratungsstellen an den Westküstenkliniken Brunsbüttel (2005) beziehungsweise Heide (2006) unter der Regie der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, durch die eine Versorgungslücke an der Westküste geschlossen werden konnte. Krebspatienten und ihren Angehörigen steht seitdem an beiden Standorten eine offene Sprechstunde zur Verfügung, die unabhängig von Krankenkasse, Wohn- oder Behandlungsort genutzt werden kann. Eine Sozialpädagogin hilft den Betroffenen dort bei der Klärung sozialer und versicherungsrechtlicher Fragen. „Ohne die Unterstützung der Wattolümpiade wäre die Einrichtung dieser beiden – für die Patienten und ihre Angehörigen so wichtigen – Anlaufstellen nicht möglich gewesen“, weiß Prof. Dr. Dr. Bernhard Kimmig, Vorstandsmitglied der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft. „Wir sind deshalb unglaublich dankbar und freuen uns jetzt auf die vielfältigen Möglichkeiten, die sich uns in den neuen Räumlichkeiten bieten“, so Kimmig weiter.


Jens Rusch überreicht als zweiter Vorsitzender des Stark gegen Krebs e.V. einen Spendenscheck von 7500 Euro an Prof. Dr. Dr. Bernhard Kimmig (Krebsgesellschaft). Mit der Spende des Vereins wird die Renovierung und Ausstattung des Krebsberatungszentrums finanziert.

Mit der Eröffnung des neuen Krebsberatungszentrums Westküste am 15. Juni 2015 zieht dann auch die Krebsberatungsstelle aus der Westküstenklinik in die neuen Räumlichkeiten in die Koogstraße 41-43. Geplant ist weiterhin das Angebot zeitnah auszuweiten und auch psychoonkologische Beratung mit anzubieten. Darüber hinaus wird es dort auch Informationsveranstaltungen sowie Kurse und Workshops für Krebspatienten und einen Treffpunkt für Selbsthilfegruppen geben. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür, am Samstag, den 13. Juni, sind Besucher herzlich eingeladen. ab 10 Uhr das neue Krebsberatungszentrum zu besichtigen.

„Wir sind glücklich, dass wir mit der Eröffnung des Krebsberatungszentrum Westküste mitten in Brunsbüttel das Angebot für Krebsbetroffene ausweiten und den Wirkungskreis unseres Engagements auf den Nachbarkreis Steinburg ausdehnen können“, erklärt Jens Rusch.

Ein großer Dank

Einen großen Dank richtet Dirk Passarge, Vorsitzender des Wattolümpiade-Vereins, an die zahlreichen Unterstützer, durch die die Einrichtung des Krebsberatungszentrums Westküste erst möglich wurde – allen voran die Apotheker-Familie Walter, die Eigentümer der Räumlichkeiten ist. Finanzielle Mittel kamen unter anderem vom „Stark gegen Krebs e.V.“ aus Frankfurt (7500 Euro) sowie Dieter Lenk aus Burg (3500 EUR). Letztgenannter hatte anlässlich seines 70. Geburtstages um Spenden für den guten Zweck gebeten. Weitere Geldspenden steuerten die Familien Hiel und Keiemburg bei, außerdem der Sparklub „Gemütlichkeit“. Stefan Ogrzala (Maler), Jürgen Schümann (Elektrotechnik) und Michael Hundrieser (IT) kümmerten sich mit ihren Mitarbeitern um die Renovierung der Räume, die einst eine Tierarztpraxis beherbergten – und jetzt in neuem, freundlichem Glanz erstrahlen.

Eine Würdigung unseres bislang elfjährigen Engagements

Der Vorschlag kam vom Brunsbütteler Apothekerehepaar Dr. Walter nach einem Vorgespräch mit Jens Rusch. Das Angebot richtete sich jetzt an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft, sollte aber die Belange der Initiatoren des größten Benefiz-Events an der Schleswig-Holsteinischen Westküste, der Brunsbütteler "Wattolümpiade", unbedingt berücksichtigen.

Das war nicht weiter kompliziert, denn beide Organisationen sprechen bereits seit vielen Jahren die gleiche Sprache, wenn es um die Vertretung der Interessen von Krebsbetroffenen an der Westküste geht. Die Verwendung der bislang über 256 000.- Euro an Benefiz-Erträgen durch die "Wattolümpiade" und "Wattstock" wurden immer in behutsamer und verständnisvoller Abstimmung und Übereinstimmung getroffen. Dabei war es nicht wichtig, ob es sich um eigene Projekte des Wattikans handelte, oder um gemeinsame Projekte. Entscheidend war in jedem Fall das Wohl und der Nutzen der Krebs-Betroffenen an der schleswig-holsteinischen Westküste.

So entstanden wirksame und kraftvolle Erweiterungen, wie der Ausbau palliativer Einrichtungen, aber auch an die Angehörigen wurde gedacht. "Wir haben Krebs" stand über Allem - und bei den jährlichen Krebsinformationstagen wurde sehr darauf geachtet, dass alle hochprofessionellen Referenten sich auf eine Patiensicht einließen.

Nun wird also das Krebsberatungszentrum Westküste in dieser erprobten und hochwertig respektvollen Dialogsituation eingerichtet und sich etablieren müssen. Alle Beteiligten kennen den gravierenden Bedarf nach patientengerechter Information, auch die etablierten Kliniken und der onkologische Arbeitskreis des WKKs. Auch zu diesem besteht ein hervorragendes Vertrauensverhältnis.

Auch zu anderen Organisationen und Selbsthilfegruppen besteht ein großartiges und vertrauensvolles Verhältnis. So auch zum Freundeskreis Hospiz in Meldorf. Viele dieser Einrichtungen wurden vom Verein der Freunde und Förderer der Wattolümpiade in den vergangenen Jahren nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch durch selbstentwickelte Konzepte, wie beispielsweise der "Maltherapie" für Schmerzpatienten und depressive Patienten.

So lag es also nahe, daß Katharina Papke (Schleswig-holsteinische Krebsgesellschaft) gemeinsam mit dem Ehepaar Walter ein tragfähiges Konzept auf der Basis großzügiger Unterstützung ausarbeiten konnte.

Im nachstehenden Workshop zeigen wir zunächst die Arbeitsstationen der überschaubaren, aber notwendigen Renovierungsarbeiten. So also wurde aus einer gekachelten Kleintierpraxis eine ansprechende Krebsberatungsstelle.

Wrigge9.jpg

Aufbauarbeit und Umbauten

ShzKBZ.jpg


„Gut informiert!“ – Neues Krebsberatungszentrum öffnet seine Türen

Quelle: NORDLICHT.de


Brunsbüttel 12.06.2015 – Mit einem Tag der offenen Tür im Rahmen des 35. Westküstenflohmarktes am Sonnabend, den 13. Juni ab 10 Uhr öffnet das neue Krebsberatungszentrum Westküste in der Koogstraße 41-43 erstmalig seine Türen für interessierte Besucher. Vier Wochen vor der elften Auflage des wohl schmutzigsten Benefiz-Spektakels der Welt – der Wattolümpiade – geht mit der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten, für den Wattolümpiade-Verein ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Das Krebsberatungszentrum Westküste ist nicht nur so etwas wie ein Aushängeschild für die Wattolümpiade. Es bietet Außenstehenden einen optimalen Überblick darüber, was mit den Geldern passiert, die durch die schmutzigsten Spiele für eine saubere Sache generiert werden“, so der Vorsitzende des Wattolümpischen Komitees Dirk Passarge.

Weit über 250 000 Euro hat der Wattolümpiade-Verein seit 2004 zusammengesammelt. Geld, das unter dem Motto „Start gegen Krebs“ Krebsbetroffenen in der Region auf unterschiedliche Weise zugutekam. Neben der Finanzierung von Palliativzimmern sorgte der Verein mit der Einrichtung von zwei Beratungsstellen in Heide und Brunsbüttel dafür, dass sich die Krebsberatung auch an der Westküste etabliert.

Die neuen Räumlichkeiten des Krebsberatungszentrums Westküste unter dem Mantel der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, die vor einer umfassenden Renovierung einem Veterinär als Praxis dienten, sollen künftig Krebspatienten aber auch Angehörigen und Freunden krebsbetroffener Patienten als Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Die Krebsberatungsstelle aus der Westküstenklinik wird hier untergebracht werden. Neben einer allgemeinen Sozialberatung erfahren Hilfesuchende unter anderen eine psychoonkologische Beratung, die sich zum einen mit möglichen Behandlungswegen und zum anderen mit dem Umgang der Diagnose Krebs beschäftigt.

Ein umfangreiches Angebot an Kursen und Workshops, die auf die Bedürfnisse von Krebspatienten und deren Angehörigen zugeschnitten sein werden, sowie Selbsthilfegruppen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten runden das Angebot im neuen Krebsberatungszentrum Westküste ab.

Als erste Ansprechperson fungiert Krebsberatungszentrum-Mitarbeiterin Petra Köster. Jeweils dienstags von 15 bis 18 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 Uhr wird das Beratungszentrum zunächst geöffnet sein. „Die Tage und Öffnungszeiten sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Uns geht es darum jetzt erst einmal loszulegen, in den kommenden Wochen wird sich sicher noch so einiges tun“, sagt Michael Behrendt.

„Eine solche Anlaufstelle abseits von Kliniken ist immens wichtig“, unterstreicht Prof. Dr. Dr. Bernhard Kimmig, Vorstandsmitglied der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft. Unter anderen an Tumorzentrum im Kiel habe er die Erfahrung gemacht, das viele Hilfesuchende in Kliniken mit Hemmungen behaftet sind. Außerhalb von Krankenhäusern seien sie eher in der Lage gewesen, sich auf Angebote einzulassen, die das durch die Diagnose zerrüttete Leben wieder in geordnete Bahnen lenken oder einfach nur eine Stütze in schwierigen Zeiten sind.

„Zehn Jahre, nachdem die erste Krebsberatungsstelle am Brunsbütteler Klinikum ihre Arbeit aufnahm, steht nun mit der Einweihung des Krebsberatungszentrums Westküste Großes bevor“, zeigt sich Jens Rusch begeistert. 2001 erkrankte der heute 65-jährige Brunsbütteler an einem Zungengrundtumor. Während seines Kampfes gegen die Krebserkrankung kam dem freischaffenden Künstler die Idee, die Wattolümpiade in eine Benefizveranstaltung zu verwandeln. Mit der Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer, allen voran Michael Behrendt, konnte die Veranstaltung im Watt vor den Toren der Schleusenstadt zu einem Event ausgebaut werden, dass großes internationales Interesse genießt und durch die Spenden und Aktionen vielen Menschen eine Hilfe war.


Beeindruckt von der Veranstaltungsidee und den Erfolg zeigen sich unter anderen Dr. Axel Walter sowie Ehefrau Gudrun. Als Eigentümer der Räumlichkeiten, in denen das Krebsberatungszentrum Westküste untergebracht ist, erklärten sie sich bereit den Wattolümpiade-Verein und die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft zu unterstützen, indem sie auf die Mieteinnahmen verzichten. „Es ist unglaublich, mit wieviel Engagement und Liebe uns die Menschen unterstützen und die Einrichtung des neuen Krebsberatungszentrum Westküste möglich gemacht haben“, äußert sich Katharina Papke, Geschäftsführerin der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft beeindruckt.


Weitere Informationen: www.krebsgesellschaft-sh.de oder telefonisch zu den Geschäftszeiten 04852/8378070

AnzeigerKBZ.jpg
Boy0000005327514.jpg