Krebsinformationstage 2012
Aus Wattopedia
14. August bis 8. September 2012
Wie gehen Künstler mit der Nachricht um, in Kürze sterben zu müssen? Wie ein Arzt, der von seinen Kollegen erfährt, daß er die Therapie nicht überleben wird - zur Selbsttherapie voller Misstrauen gegen seine Kollegen gelangt - und überlebt? Wieso wird der Faktor Liebe in den Vorgesprächen nicht genauso berücksichtigt, wie Allergien und Umwelteinflüsse? Was wissen Westküstenärzte über Fatique und wie machen sich Patienten stark, wenn sie sich lediglich "abgewickelt" fühlen? Was genau passiert bei einer Knochenmarktransplantation und bei einer Stammzellen-Typisierung? Wo wird die Suppe angerührt, die Chemopatienten auslöffeln müssen - und welche Zutaten enthält sie wirklich? Wir schweigen nicht- wir fragen nach: STARK gegen KREBS. Damit Wattstock und Wattolümpiade SINN machen!!! Volles Programm im August 2012.
Inhaltsverzeichnis |
Vortrag Prof. Nicolaus Kröger
"Seit 1990 haben wir über 2.000 Stammzelltransplantationen durchgeführt und stellen somit eines der größten Zentren für allogene Stammzelltransplantation in Europa. Unser Ziel ist es, allen Menschen rechtzeitig und unter optimalen Bedingungen zu helfen, die eine lebensrettende Stammzelltransplantation benötigen."
Prof. Dr. med. Nicolaus Kröger Klinikdirektor UKE Hamburg
Kalender
Arbeitsplan. Titel und Inhalte werden noch verifiziert
- 14. August Prof. N. Kröger UKE Eppendorf Voraussichtliches Thema: KMT | 19 Uhr 30
- 17. August Film Razvan Georgescu "Lebens(W)ende"
- 18. August Tina und Razvan Georgescu Lesung "Die zärtliche Berührung - Biopsie einer Liebe"
- 22. August Dr. Dieter Mustroph "Fatique"
- 24. August Dr. Bernd Schmude Arbeitstitel: "Positives Denken hilft das Immunsystem zu stärken."
- 5. September Vortrag ZytoService "Gift, das Leben retten kann"
- 7. September Jens Rusch: Komplementärmedizin, Beispiel Jiaogulan
Film und Diskussion "LebensWende"
Im Zentrum steht in diesem Jahr der Film "LebensWende" von Razvan Georgescu
Hier zunächst einige Informationen zu Autor und Film:
Der Autor
RAZVAN GEORGESCU, geboren 1965 im transsilvanischen Tirgu Mures/Rumänien, studiert Philologie an der Universität Bukarest, wird während des Militärdienstes für kurze Zeit Mitglied der rumänischen Skinationalmannschaft. 1989 siedelt er nach Deutschland zu seiner Frau Tina um. Als Kulturjournalist, Drehbuchautor und Filmemacher für Arte, ZDF und BBC bereist er die Welt. Mit 38 Jahren erfährt er, dass er an einem bösartigen Gehirntumor leidet und dass ihm bestenfalls nur noch wenige Jahre Zeit bleiben. In dem international viel beachteten und preisgekrönten (u.a. PRIX EUROPA 2008) abendfüllenden Dokumentarfilm „LebensWende“ erforschte Razvan Georgescu zusammen mit prominenten Künstlern auf der ganzen Welt die Verbindung zwischen Kreativität und dem Schatten der eigenen Sterblichkeit.
Der Film
Lebens(W)Ende
Überraschend unterhaltsame, sehr lebendige Doku Gehirntumor! Razvan Georgescu hat noch drei Jahre zu leben. Er reist mit der Kamera durchs Land und spricht mit intellektuellen Schicksalsgenossen über Kreativität im Angesicht des nahenden Todes. Seine beeindruckend offenen Gesprächspartner sind der Soziologe Helmut Dubiel, Komponist William Finn sowie die Künstler Jörg Immendorf, Bill Viola und Katherine Sherwood.
mehr bei Cinema.de: http://www.cinema.de/film/lebenswende,3521935.html Copyright © Cinema.de
Als der Arzt bei Razvan Georgescu einen inoperablen Gehirntumor diagnostizierte und sagte, er habe noch maximal drei Jahre zu leben, kam bei dem deutschen Filmemacher ein kreativer Prozess ins Rollen.
Er packte kurzerhand sein Filmequipment ein und besuchte Künstler in aller Welt, die selbst schwer erkrankt oder knapp dem Tod entronnen waren. Wie verarbeitet man die Erfahrung schwerer Krankheit als Kunstschaffender, als Intellektueller? Wie wird man damit fertig, dass der eigene Tod unmittelbar bevorsteht? Die Antworten - unter anderem von Jörg Immendorf, Bill Viola und dem Soziologen Helmut Dubiel - hat Georgescu zu einem bewegenden Film montiert. Der Film wurde mit dem Prix Europa 2008 für den besten TV-Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Ein Dokumentarfilm von Razvan Georgescu
Lesung: Die zärtliche Berührung - Biopsie einer Liebe
Lesung im Rahmen der Krebsinformationstage 2012 von Tina & Razvan Georgescu
Was passiert mit der Liebe, wenn einer der Partner plötzlich an einer todbringenden Krankheit leidet? Wie ändern sich die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse des Betroffenen und des Angehörigen? Wie kann man mit einer solchen Belastung umgehen?
Der Fernsehautor und Filmemacher Razvan Georgescu lebt seit fast fünf Jahren mit einem Gehirntumor, seine Frau Christine hat täglich den drohenden Verlust vor Augen. Als ihre Beziehung an der enormen Belastung zu zerbrechen droht, fasst jeder für sich den Entschluss, die eigenen Erfahrungen in einem persönlichen Bericht zu erforschen, wohl wissend, dass es nicht das Ziel einer solchen Unternehmung sein kann, die Beziehung um jeden Preis zu retten. Aus der Gegenüberstellung der beiden Berichte ergibt sich das differenzierte Bild einer emotional hochkomplexen Situation.
Dieses Buch berichtet von einer mutigen und ehrlichen Lebensreise zweier Menschen, deren Liebe unendlich schien, die aber nun -- im Augenblick der höchsten Bedrohung -- vor der Entscheidung steht, neu zu entfachen oder zu verglühen.
Vortrag: Dr. Bernd Schmude: Positives Denken hilft das Immunsystem zu stärken.
Dr. med. Bernd Schmude geboren 1951 in Frankfurt. Nach einer Ausbildung zum Chemielaboranten Abitur am Frankfurter Abendgymnasium und anschließend Studium der Human-Medizin in Frankfurt. Nach den Facharztausbildungen zum Allgemeinmediziner und Arbeitsmediziner arbeitet er seit Jahren als Arbeitsmediziner im Raum Hanau.
1968 trat er dem Amateurtheater Höchster Bühne 63 bei, deren Leitung er später übernahm, spielte dort Kindermärchen und Kommödien,. Mit Besuch der Tanz- und Theaterwerkstatt Fe Reichelt in Frankfurt und Seminaren bei Samy Molcho und Dusan Parisek war er von 79 bis 82 Mitglied bei dem Traumtänzer-Pantomimentheater. Gründete 1983 sein eigenes Panoptikum-Pantomimen-Theater Frankfurt. Seit 1990 Mitglied im Magischen Zirkel von Frankfurt.
April 1998 Zufallsdiagnose Lymphdrüsenkrebs. Die Lebenserwartung zu diesem Zeitpunkt laut Statistik (traue keiner!) ca. 3 Jahre. Nachdem die ersten Chemotherapien gut ansprachen, kam dann 2000 das Rezidiv und im folgenden Jahr 2001 eine Autologe Stammzelltransplantation.
Vortrag: ZytoService
Zytostatika
Auf Einzelanforderung des behandelnden Arztes stellen ZytoService im Auftrag von Apotheken in modernen Herstellbetrieben in Hamburg Jenfeld, Hamburg Altona und Hamburg Uhlenhorst patientenindividuelle Chemotherapien her. Das Produktspektrum umfasst die gesamte Bandbreite aller in Deutschland zugelassenen onkologischen Arzneimittel.
ZytoService
ZytoService wurde 2002 in Hamburg gegründet. Im Jahr 2006 erfolgte die Zulassung als pharmazeutischer Herstellbetrieb nach § 13 AMG. Seit der Gründung ist die Anzahl der hergestellten Infusionen stetig gestiegen, so dass 2008 knapp 200.000 Zytostatika, parenterale Ernährungen, Antibiosen und andere sterile Infusionslösungen hergestellt worden sind.
An zwei Standorten in Hamburg beschäftigt ZytoService heute knapp 100 hoch qualifizierte Mitarbeiter mit pharmazeutischer Ausbildung. Alle Mitarbeiter sind in der GMP-gerechten Herstellung ausgebildet. Mit rund 40 approbierten Apothekern im Verbund besitzt ZytoService ausgezeichnete Expertise in allen Bereichen der onkologischen Pharmazie. In enger Kooperation mit öffentlichen und Krankenhaus versorgenden Apotheken erweitern wir kontinuierlich unser Fachwissen. Betrachten Sie uns als Ihren Ansprechpartner für alle pharmazeutischen und betriebswirtschaftlichen Fragen, mit denen sich Krankenhäuser, Ambulanzen, niedergelassene Ärzte, Pflegekräfte und Apotheken konfrontiert sehen.
Ende 2009 wurde mit der Eröffnung unseres neuen GMP-Herstellbetriebes in Hamburg-Jenfeld ein neues Kapitel in unserer Unternehmensgeschichte aufgeschlagen. Mit 6 Laboren und 24 Werkbänken auf knapp 2500 qm Fläche haben wir dort eines der modernsten Steril-Labore Europas geschaffen.
Weitere Informationen: