Krebsinformationstage 2013

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Siehe auch: Krebsinformationstage 2014


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  • Die fünften Brunsbütteler Krebs-Informationstage finden vom 20. bis zum 29. August 2013 statt. Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr 30 .
  • Ort der Veranstaltung ist die Galerie Rusch in Brunsbüttel in der Schulstraße 38. Der Eintritt ist frei.
  • Veranstalter ist der Verein Wattolümpiade e.V. in Zusammenarbeit mit der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft.

Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto STARK gegen Krebs und spiegeln unser Selbstverständnis "Konsequent als Patient" wieder. Alle Veranstaltungen sind fachlich hochqualifiziert und sollen Krebsbetroffene und ausdrücklich auch deren Freunde und Angehörige informieren und ihnen Mut machen.

Der Verein der Freunde und Förderer der Wattolümpiade e.V. veranstaltet diese Krebsinformationstage gemeinsam mit der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft.
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Foto: Marco Freitag

IMRT - Dem Tumor geht´s immer präziser an den Kragen

Veranstaltung am 20. August

Michael Zilles, Radiologe in Rotenburg / Fulda informiert über IMRT

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Nach seiner Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Radiologie-Assistent studierte Michael Zilles Humanmedizin in Frankfurt am Main. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind interventionelle Radiologie, Strahlenschutz und Medizinethik. Nach ein paar Jahren in einer kommunalen Klinik als Vorsitzender des klinischen Ethik-Komitees lebt und arbeitet er nun in einer überörtlichen Gemeinschaftspraxis in Nordhessen mit Anschluß an drei größere Kliniken.


Nicht allen Ärztinnen und Ärzten fällt es leicht, statistische und technische Aspekte einer Tumorerkrankung zusammen mit der nötigen Zeit und der individuellen Zuwendung ihren Patienten zu vermitteln. Oftmals ist es als Patient auch nicht leicht, die Fülle an auch widersprüchlichen Informationen, die auf einmal eintreffen, zu behalten. Es kann der Eindruck entstehen, ohne eigene Entscheidungsspielräume in die "Mühlen" der technischen Medizin zu geraten. Welche Möglichkeiten bietet die moderne Medizin, welche Alternativen bieten sich an oder besser: was kann ich als betroffener Patient oder Angehöriger zusätzlich zur Genesung beitragen? Für viele Tumorpatienten ist die sogenannte "Apparatemedizin" ein wenig angenehmes, unpersönliches Kernstück ihrer Behandlung. Wie sieht eine Bestrahlungsklinik aus? Wie funktioniert eine moderne Bestrahlung in den Zellen eines Tumors, was passiert mit den gesunden Zellen? Wie sieht eine Bestrahlungsplanung und ein Behandlungsschema aus? Was erwartet mich als Patient, was erwartet meine Familie?


Viel wird heute über alternative Medizin gesprochen, jedoch ist der Begriff "komplementäre" Medizin angebrachter, sollen doch die Angebote der klassischen Schulmedizin nicht ersetzt, sondern ergänzt werden. Die Strahlentherapie stellt neben der Chirurgie und der Chemotherapie eine der drei schulmedizinischen Säulen der Tumorbehandlung dar, die nicht allein zum Erfolg führt, sondern immer Teil einer oft komplexen, individuellen Therapie ist.

Nur der informierte Patient ist in der Lage, weiterhin Verantwortung zu übernehmen und wichtige Entscheidungen auf solider Grundlage zu treffen. Wenn Sie einen Einblick erhalten in Ihre Therapie und verstehen, was sie bewirken soll, werden Sie ganz anders mit einer Strahlentherapie umgehen und können bewußter und somit erfolgreicher Ihrer Erkrankung entgegen treten.



Ein neueres Verfahren, das zunehmend zur Anwendung kommt, ist die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT), bei der nicht nur die Feldbegrenzung, sondern ebenfalls die Strahlendosis innerhalb der Feldfläche moduliert wird. Das geschieht durch metallische Ausgleichskörper (Kompensatoren) im Strahlenweg mit individuell gegossenem Profil für jedes der 6–8 Felder, oder durch zeitgesteuerte Verschiebung beweglicher Multileaf-Blenden während der Bestrahlung. Letzteres Verfahren ist schneller und billiger, die Genauigkeit der Feldformung auf die Breite der einzelnen Lamellen des Multileaf-Kollimators (4–5 mm) ist jedoch begrenzt. Die IMRT erlaubt sehr kompliziert geformte, selbst konkav begrenzte Zielvolumina und eignet sich daher für Tumoren in unmittelbarer Nähe von sensiblen Risikoorganen. Eine IMRT ist sehr zeitaufwendig zu berechnen, auszuführen und zu kontrollieren.

Als Tomotherapie wird ein radiologisches Verfahren bezeichnet, bei dem ähnlich wie in einem Computertomografen die Strahlen von allen Seiten auf die zu bestrahlende Stelle gerichtet werden können. Zu diesem Zweck rotiert die Strahlenquelle in einem entsprechenden Ring. Die gewünschte Präzision in der Ausrichtung der Bestrahlung wird dadurch erreicht, dass ein mit dem Tomotherapie-Gerät kombinierter Computertomograf verwendet wird, um die genaue Lokalisation eines zu bestrahlenden Tumors regelmäßig neu zu bestimmen. Die mit der Bestrahlung von Tumorpatienten oft einhergehenden Nebenwirkungen sollen dadurch verringert werden. Die Behandlungsmethode wurde 2003 erstmals klinisch eingesetzt. Sie basiert auf Entwicklungen an der Universität Wisconsin (USA). Hauptanwendungsbebiete der Tomotherapie sind bösartige Neubildungen wie Prostatakrebs, Lungenkrebs, Brustkrebs und Kopf-Hals-Karzinome.

Fachinformation: IMRT - UK Würzburg

Hypnose als Therapie - Wenn der Wille an Kraft verliert

Veranstaltung am 22. August

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Einer der bekannten deutschen Hypnose-Experten Jan von Berg unterstützt unser Engagement

Hypnotherapie ist eine vergleichweise junge Methode im Werkzeugkoffer der Psychotherapeuten. Und das obwohl die Hypnose selbst bereits vielen, vielen Jahren verwendet wird. In allen Kulturkreisen dieser Welt wird die Trance als “Mittel zum Zweck” eingesetzt. In Ritualen werden diese manchmal mystisch-anmutenden Zustände erzeugt, in denen bestimmte Veränderungen hervorgerufen werden sollen.

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Ganz so “mystisch” geht es in der modernen Hypnosetherapie jedoch nicht zu.

Seit die Hypnosetherapie wissenschaftlich anerkannt wurde, erfreut sie sich einer wachsenden Beliebtheit. Und das hat auch ganz praktische Gründe: Menschen tun wieder etwas für sich selbst – und lernen durch die Hypnose, sich selbst positiv zu beeinflussen. Dabei ist es dem Gehirn auch egal, ob es sich um ein “Leiden” handelt oder einfach um eine Gewohnheit, die Sie gerne verändern möchten.

Die wichtigsten Punkte, die für eine Hypnosetherapie sprechen sind:

  • die hohe Wirksamkeit dieser “sanften Therapie”
  • die zeitnah erzielten und meist dauerhaft anhaltenden positiven Veränderung

Im direkten Vergleich zu anderen Therapieformen (Verhaltenstherapie, Psychoanalyse etc.) wird vor allem der Zeitfaktor deutlich. Während Sie z.B. bei einer Verhaltenstherapie im Durchschnitt mit 45 Sitzungen rechnen müssen, fallen bei der Hypnosetherapie selten mehr als 15-20 Sitzungen an. Meist werden die gewünschten Veränderungen bereits wesentlich schneller erreicht. Wichtig für Sie ist noch die Information, dass es verschiedene Arten der Hypnosetherapie gibt. Hierzu zählen:

  • die Suggestivhypnose; hierbei werden die Suggestionen dem Unterbewusstsein meist in einer Tiefenhypnose angeboten
  • die dynamisch-ressourcenorientierte Hypnose
  • die umfangreichere Hypnoanalyse
  • verschiedene Formen der metaphorischen Arbeit
  • die “moderne Hypnose” im Stil von Milton H. Ericksons

Eine gute Hypnotherapie wird sich jedoch immer am Patienten ausrichten. Es kommt darauf an, worauf Sie am besten ansprechen.

In den meisten Fällen werden Kombinationen aus den genannten Hypnoseformen in die Arbeit eingebunden. Oftmals wird die Arbeit ergänzt durch anderen Methoden, z.B. Artbeitsformate aus dem NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren), EMDR, EFT, der Traumatherapie, Gesprächspsychotherapie und Interventionen aus der Verhaltenstherapie.

Kontakt: Jan von Berg

Brustkrebs - Offene Antworten auf offene Fragen

Veranstaltung am 27. August

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Kurzer Beamer-Vortrag und Podiums-Diskussion über Brustkrebs unter der Leitung von Dr. Thomas Kunz WKK / Heide.

Eine Expertenrunde stellt sich den Fragen Betroffener und deren Angehörigen:

  • Herr Dirk Hoeft (Programmverantwortlicher Arzt für das Mammographie-Screening an der Westküste)
  • Schwester Judith Guderian (Breast-Care-Nurse des Holsteinischen Brustzentrums)
  • Frau Sabiene Krüger (Leiterin der Selbsthilfegruppe für Brustkrebserkrankte für Heide und Umland).




Rund 50.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs. Gegen Angst und Verunsicherung helfen Wissen und Aufklärung: Welche Vorsorgemaßnahmen sind sinnvoll? Welche Untersuchungen sind für eine exakte Diagnose wirklich wichtig? Welchen Einfluss haben Risikofaktoren wie Ernährung, Umweltgifte und Hormone? Wie radikal muss eine Operation sein, und welche Möglichkeiten des Wiederaufbaus gibt es?

Brustkrebs und dessen Behandlung beeinträchtigen wie keine andere Krebserkrankung auch die Psyche der Frau. Kein anderes Organ ist so besetzt mit dem Weiblichkeitsgefühl und sexueller Attraktivität. Bei Krebspatienten kann dies Auswirkungen auf das eigene Körperbild haben, auf den Umgang mit anderen Menschen und auch auf eine Partnerschaft. Die körperlichen Folgen der Erkrankung und ihrer Behandlung, aber vor allem die seelische Belastung dämpfen bei vielen Betroffenen zumindest zeitweilig die Lust auf Sexualität oder machen sie gar unmöglich. Vielen Menschen fällt es in dieser Situation schwer, über Intimität und körperliche Liebe zu sprechen oder die richtigen Worte dafür zu finden. Für viele Paare kann diese Sprachlosigkeit zur Belastung werden. Patienten, die bisher alleine gelebt haben, verlieren nicht selten die Zuversicht, eine neue Beziehung eingehen zu können.

Selbsthilfegruppe in Dithmarschen, Fr. Sabiene Krüger, Rudolf-Junge-Str. 12, 25746 Lohe Rickelshof, Tel.: 0481 / 87370, 0172 8111 244

Emotionen zulassen – Die Seele leidet mit

Veranstaltung am 29. August

Dr. Bernd Schmude

Dr. Bernd Schmude, selbst krebsbetroffener Arzt aus Frankfurt, gilt als der Mutmacher unter unseren Referenten. Dabei beschränkt er sich aber keineswegs auf die üblichen Durchhalteparolen, die Krebsbetroffene ständig zu hören bekommen, sondern stützt seinen Vortrag auf medizinische Tatsachen und eigene Erfahrungen. Diese belegen, dass ein Überlebensprozess sehr wesentlich von der psychischen Konstitution abhängig ist.

Nach seinem Vortrag in unserer Veranstaltungsreihe im vergangenen Jahr gründete er den bundesweit aktiven Verein "STARK gegen KREBS e.V." mit Sitz in Frankfurt. Heute ist er der erste Vorsitzende des Vereines, der auch unsere eigene Initiative in Norddeutschland stark unterstützt.

Im Rahmen seines Vortrages werden wir ebenfalls über den Sinn dieser Vernetzungen unter dem Motto "Konsequent als Patient" berichten.

Krebs & Psyche

Vortrag: Emotionen zulassen – Die Seele leidet mit –

Die Stimmungen bei Krebserkrankten wechseln häufig zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Diese wechselnden Stimmungslagen, die emotionale Reaktion auf die Krebserkrankung mit Angst, sind bei den Betroffenen normal. Sie wird als existenzielle Bedrohung wahrgenommen. Sich diese Angst einzugestehen und die emotionalen Zustände zuzulassen ist wichtig. Nicht nur positive Gefühle, sondern auch die negativen Gefühle haben ihre Berechtigung.

Negative Gemütsbewegungen zulassen, Emotionen freien Lauf lassen ist durchaus hilfreich für den Krankheitsverlauf. Die lähmende Stimmung bei Diagnose und Therapie kann umgelenkt werden und unterstützend für den Heilungsprozess sein. Emotionale Krankheitsbewältigung hat durchaus ihren Zweck bei dem Krankheitsverlauf und kann die Überlebenszeiten und Heilungschancen bessern.



Siehe auch: Verein STARK gegen KREBS


Körper und Geist sind eine untrennbare Einheit. Das hat schon Platon festgestellt und sich gewundert, warum es einen Arzt für den Körper und einen für die Seele gibt, wo doch beides nicht getrennt werden kann. Warum sollte dann nicht auch unsere Psyche einen Einfluss auf körperliches nehmen können und umgekehrt. Dass die Psyche auch Krebserkrankungen beeinflussen kann, deren Verlauf abmildern oder sogar eine Vollremission oder Heilung erreichen kann, weiß man heute. Wie das alles im Körper abläuft, ist noch nicht hinreichend geklärt, aber es ist möglich.

Wie können Sie also ihr Immunsystem positiv stimulieren, dass die Wahrscheinlichkeit einen Tumor zu bekommen geringer wird? Auch bei bereits bestehender Krebserkrankung gibt es Möglichkeiten diese besser zu verkraften. Sie können lange und mit guter Lebensqualität mit dem Krebs zu leben, oder ihn vielleicht sogar besiegen. Immer wieder gelingt es Menschen, welche von der Schulmedizin bereits aufgegeben wurden, dennoch Ihren Krebs zu besiegen. Erfahren Sie den neuesten Stand der Forschung auf dem Gebiet der Psychoneuroimmunologie und Psychoonkologie.

Die gute Nachricht: Krebs bedeutet heute nicht mehr automatisch Tod oder Sterben. Mit der Erkrankung leben und es trotzdem Bewältigen. Lernen Sie kämpfen! Es lohnt sich!

Rückblicke

Nützliche Informationen für Krebsbetroffene

Ergänzungen zu den Veranstaltungen der 5. Brunsbütteler Krebsinformationstage finden Sie im Internet unter diesen Adressen:

  • Psychosomatisch orientierte Onkologie Paracelsus-Magazin
  • Psychoonkologische Betreuung »Krebspatienten bekommen Medikamente für bis zu 1000 Euro pro Tag verschrieben, aber an wöchentlich 70 Euro für eine Therapiestunde wird gespart.«  ZEIT
  • Brustkrebs-Info Brustkrebs und dessen Behandlung beeinträchtigen wie keine andere Krebserkrankung auch die Psyche der Frau. Kein anderes Organ ist so besetzt mit dem Weiblichkeitsgefühl und sexueller Attraktivität. Die Angst vor entstellenden Operationen oder gar dem Verlust der Brust, dem Haarausfall bei einer Chemotherapie belasten Frauen erheblich mehr, als z.B. die Entfernung der Gebärmutter. Manche Frauen mögen sich nicht einmal mehr im Spiegel anschauen. Dabei wird die Angst vor dem Verlust sexueller Attraktivität oder gar der Abwendung des Partners von Frauen erheblich überschätzt.
  • Weibliche Sexualität und Krebs – Ein Ratgeber für Patientinnen und ihre Partner (PDF) Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums

Pressetexte

Zur freien Verwendung. Gern senden wir Ihnen ergänzende Fotos zu, die Sie ebenfalls kostenlos bei Autorenangabe verwenden dürfen.

Die 5. Brunsbütteler Krebsinformationstage finden zwar erst in der zweiten Augusthälfte statt, aber Organisator Jens Rusch ist bereits jetzt seit Tagen mit den Vorbereitungen beschäftigt.

Das Programm wird in diesem Jahr noch konsequenter aus Patientensicht gestaltet, daher der Untertitel "Konsequent als Patient". Zum ersten Mal findet auch eine Podiums-Diskussion zum Thema Brustkrebs statt. Die hochkarätige Expertenrunde unter der Leitung von Dr. Thomas Kunz wird sich ausschließlich den Publikumsfragen widmen. Einer der bekanntesten deutschen Experten für klinische Hypnose, Jan von Berg, wird die Krebs-Informationstage unterstützen und Dr. Bernd Schmude aus Frankfurt wird einen weiteren Mutmach-Vortrag zum Thema "Krebs und Psyche" halten.

Aus aktuellem Anlass wird Michael Zille, der als Radiologe in Rohenburg / Fulda arbeitet, einen Vortrag über IMRT halten. Ein neues Gerät im WKK Heide, das eine verfeinerte Form radiologischer Bestrahlung ermöglicht, soll Krebsbetroffenen Gästen und ihren Angehörigen erläutert werden. Um die Anpassung einer Bestrahlungs-Maske für eine besonders präzise Behandlung zu demonstrieren, legte sich Jens Rusch noch einmal in ein Bestrahlungsgerät und ließ sich von Maike Dohrn, die in der Strahlentherapie im WKK Heide für eine subtile und präzise Anpassung zuständig ist, eine Bestrahlungsmaske anfertigen. Der fotografische Mitarbeiter des "Wattikan", Marco Freitag aus Süderlügum hielt den Vorgang in den hier gezeigten Fotos fest. Die weisse Maske fixiert auch den Schulterbereich, während die blaue Maske nur den zu bestrahlenden Kopf auf den Bestrahlungs-Schlitten knöpfbar fixiert. Der hochentwickelte Kunststoff wird in einem Wasserbad bei einer Temperatur von 65 Grad extrem dehnbar und kann in Minuten den Körperkonturen angepasst werden. In weniger als einer Viertelstunde ist der Kunststoff dann erhärtet und kann mit Laser-Markern für eine sehr genaue computergesteuerte Positionierung justiert werden.

Für Jens Rusch kein einfacher Vorgang, denn diese "Trockenübung" ließ Bilder seiner eigenen Therapie vor 11 Jahren wieder aufleben. Aber: "Überlebt zu haben ist ein grandioses Gefühl. Aufstehen und nach Hause gehen zu dürfen, das entschädigt mich für diesen Moment mehr als genug". Für den Mitbegründer der Wattolümpiade, mit deren Erlösen u. A. die Krebsinformationstage ermöglicht werden, war Dankbarkeit gegenüber hochversierten onkologischen Strategien in Norddeutschland einer der Gründe, Hilfs-Strukturen für andere Krebsbetroffene zu entwickeln.

Die diesjährigen 5. Brunsbütteler Krebs-Informationstage finden in der zweiten Augusthälfte statt. Genaue Informationen finden Sie auf der Homepage www.wattopedia.de

Fotos können kostenlos verwendet werden. Bitte mit Autorenangabe: Marco Freitag / Süderlügum


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