Krebsinformationstage 2014

Aus Wattopedia
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„Das Jahr 2014 wird als Rekordjahr in die wattolümpische Geschichte eingehen“, freuten sich Oliver Kumbartzky und Dirk Passarge vom Verein der Freunde und Förderer der Wattolümpiade. Die Benefizveranstaltung konnte in diesem Jahr eine Rekordspendensumme von 35 890 Euro sowie Eintrittseinnahmen in Höhe von 11 090 Euro verzeichnen.
Während ein kleiner Teil der Spenden unter anderen für die Ausrichtung der 6. Brunsbütteler Krebs-Informationstage Verwendung finden wird, wurde der größte Teil am Mittwochabend an vier Spendenempfänger weitergeleitet. Jeweils 5000 Euro nahmen Dr. Marc Olaf Liedke vom Westküstenklinikum Heide sowie Dr. Henrik Hermann vom Westküstenklinikum Brunsbüttel entgegen. Heike Lindemann vom Kinder-Hospiz Dithmarschen und Katharina Papke, Geschäftsführerin der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, nahmen jeweils einen Betrag in Höhe von 10 000 Euro in Empfang. „Anfang 2015 werden wir in Heide eine neue Palliativstation eröffnen, die Spende kommt uns daher sehr gelegen“, sagte Dr. Marc Olaf Liedke. Im Westküstenklinikum Brunsbüttel soll das Geld in die Einrichtung eines Zimmers fließen, das von Patienten genutzt werden soll, die im Zuge einer ambulanten onkologischen Behandlung noch für eine kurze Zeit im Klinikum verweilen müssen, teilte Hermann mit. „Wir sind unglaublich dankbar, dass es so viele Menschen gibt, die ihr Herzblut in die Benefizveranstaltung stecken und damit helfen, dass wir das Angebot der Krebsberatungsstellen in Heide und Brunsbüttel aufrechterhalten können“, so Katharina Papke. Rund 80 ehrenamtliche Helfer engagieren sich derzeit im Hospizverein Dithmarschen und begleiten neben erwachsenen Patienten auch Kinder während ihrer letzten Lebenstage sowie deren Angehörigen sogar über den Tod des geliebten Menschen hinaus. 2013 wurden 273 Menschen von dem Verein, der sich rein aus Spendengeldern finanziert begleitet.
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Unsere Veranstaltungen 2014

Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr 30

Der Eintritt ist grundsätzlich frei. Angehörige und Freunde sind ebenfalls herzlich willkommen.


  • Mittwoch 13. August 2014 "Tot aber glücklich" Theaterstück von Marc Ermisch.

in der Pauluskirche Brunsbüttel, Kautzstraße 11

  • Freitag 15. August 2014 "Wir haben Krebs - und viele offene Fragen"

in der Galerie Rusch Brunsbüttel, Schulstraße 38

in der Galerie Rusch Brunsbüttel, Schulstraße 38

  • Freitag 22. August 2014 Prof. Jürgen Dunst vom UK SH "Brachy-Therapie"

in der Galerie Rusch Brunsbüttel, Schulstraße 38

  • Samstag 23. August 2014 Jens Rusch "Komplementärmedizin" und Alternative "Heilmethoden"

in der Galerie Rusch Brunsbüttel, Schulstraße 38


"Tot aber glücklich"

13.August 2014 um 19 Uhr 30 in der Pauluskirche Brunsbüttel, Kautzstraße 11

Reservierung: Tel.04852/2075

Ev.-luth. Kirchengemeinde Brunsbüttel

Im Anschluss an das Stück werden wir Gemeindezentrum für eine Diskussion mit den Darstellern nutzen.


Das Stück:


Der Garten Ihres Elternhauses, alles ist Ihnen vertraut, ein Gefühl der Sicherheit und des Wiedererkennens. Und doch stimmt etwas nicht. Der Unbekannte, der plötzlich neben ihnen steht, eröffnet Ihnen das Unglaubliche: Sie sind tot. Da sind Sie aber anderer Meinung. Immerhin sind Sie erst Mitte dreißig, mitten im Leben, mitten im Job! Da kann man gar nicht tot sein. Es gibt doch noch so viel zu tun. Bei der Arbeit ist noch viel zu erledigen und die Familie muss ernährt werden. Und überhaupt: Sie haben doch noch so viel vor!

Mit diesem Einstieg beginnt das 2-Personen-Stück des LIFE Theaters, das sich den großen Fragen des Lebens widmet: Was ist ein erfülltes Leben? Gibt es einen Sinn? Was kann man tun, um seinem Leben einen Sinn zu geben?

Mit Charme und Witz, aber auch Melancholie und Tiefe erzählt der Autor und Darsteller Marc Ermisch von einem Zusammentreffen der besonderen Art mit seinem Gegenüber, gespielt von Oskar U. Ehrlich, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben oder mit religiöser Erleuchtung zu locken. Im Gegenteil:

Das LIFE Theater möchte den Dialog mit den Menschen, die sich auf das Abenteuer “Warum bin ich eigentlich hier?” einlassen möchten und zeigen, dass es nicht immer darauf ankommt, was nach dem Tod ist, sondern was davor.

Im Laufe des circa einstündigen Stücks jonglieren die beiden Protagonisten frech und philosophisch mit Fragen zum Leben des Verstorbenen und ertappen dabei den Betrachter das ein oder andere Mal: Kennt man nicht selbst das Aufschieben und die Ausreden? Beugen wir alle uns nicht dem täglichen Einerlei und vergessen unsere Träume in den Tretmühlen des Alltags?


Weitere Informationen über Marc Ermisch: "Tot aber glücklich"

“Tot aber glücklich” ist eine Hommage an das Leben und möchte Denkanstöße geben, über seine Work-Life-Balance nachzudenken. Und über das individuelle Glück.

Zur Besonderheit des Theatervergnügens gehört im Anschluss an die Aufführung ein Gespräch der Darsteller mit dem Publikum. Hier gibt es die Möglichkeit für Nachfragen, eigene Sichtweisen und einem Gespräch, das tiefer in die Materie eindringen kann, aber nicht muss. Es liegt beim Publikum, wie intensiv es sich beteiligen möchte.

Ermisch und Ehrlich freuen sich auf den zweiten Teil ebenso, wie auf das Spiel. Denn der zweite Teil ist nicht planbar und bietet viel Raum für einen spannenden Dialog.

“Tot aber glücklich” ist kein schweres Stück, sondern besticht mit einer Leichtigkeit ohne flach zu werden. Der Zuschauer darf lachen, aber auch mitfiebern. Und sollte dies auch tun!


"Wir haben Krebs - und viele offene Fragen"

Dr. Gesk vom Institut für Tumorgenetik Nord und Dr. Bernd Schmude aus Frankfurt beantworten punktuell die Fragen von Krebsbetroffenen.

"Wir haben Krebs - und viele offene Fragen"

Die Anregung kam von Dr. Bernd Schmude (Frankfurt) nach den Krebsinformationstagen 2013: "Weshalb veröffentlicht Ihr nicht vor der nächsten Veranstaltung Fragebögen ? Einmal, um Krebsbetroffene und deren Angehörige und Freunde nicht während der Veranstaltung zu verunsichern und zum Anderen, damit die Referenten sich punktueller und kompetenter auf die Fragen einstellen können."


Dem wollen die Veranstalter in diesem Jahr entsprechen. Schon der Titel "Wir haben Krebs" deutet darauf hin, dass neben den eigentlich Erkrankten oft die ganze Familie mitbetroffen ist. Und auch diese Angehörigen und Freunde haben Fragen, die in den Veranstaltungen oft zu kurz kommen.

Der Verein der Freunde und Förderer der Wattolümpiade e.V. kurz "Wattikan" genannt, wird die Fragen in jeder vorstellbaren Form annehmen und ernst nehmen. Ob handgeschrieben oder getippt, ob per Mail oder mit herkömmlicher Post - jede Frage wird ernst genommen und nach Möglichkeit in der Veranstaltung am 15. August während der 6. Krebs-Informationstage kompetent beantwortet.


Informationen zum Institut für Tumorgenetik Nord

Das Institut für Tumorgenetik Nord (www.tumorgenetik-nord.de) wurde am 1. Januar 2012 von Dr. Lana Harder in Kiel mit einer Zweigniederlassung in Hamburg gegründet. Die studierte Humanmedizinerin (Universitäten Moskau und Kiel) leitete zuvor das tumorzytogenetische Labor am Institut für Humangenetik an der Universität Kiel, wo sie auch ihren Facharzt machte. Ihr Team besteht aus zwei Genetikern, einer Biologin und 16 spezialisierten medizinisch-technischen Assistenten. In ihrem Institut kann sie jede Krebsart, insbesondere die Leukämien und Lymphome (= Lymphknotenkrebs) mit allen Subgruppen, genau bestimmen und Verlauf und Aggressivität vorhersagen. Dieser Befund hat entscheidenden Einfluss auf die Art und Dosierung der Chemotherapie und erspart so den Patienten viele Nebenwirkungen. Da die Proben von Leukämie-Patienten täglich per Kurier dort eintreffen, ist das Institut 365 Tage im Jahr von 6 bis 22 Uhr besetzt.


Ihre Fragen können Sie per Mail bereits direkt an Dr. Bernd Schmude richten:

fragen@starkgegenkrebs.de: [1]

Er wird sie sammeln und dann die Fragen für die Podiumsdiskussion aussuchen.


Kinder-Hospiz und Trauerarbeit

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Mitveranstalter: Hospizverein Dithmarschen


Kurzvortrag und Podiumsgespräch

Im Rahmen der 6. Brunsbütteler Krebsinformationstage informiert der Freundeskreis Hospiz Meldorf am

Mittwoch, den 20. August um 19 Uhr 30

in der Galerie Rusch | Brunsbüttel | Schulstraße 38

über Kinderhospizarbeit und begleitende Angebote für trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien.


„Bedenkt - den eigenen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der anderen muss man leben.“ ( Mascha Kaléko)


Manuela Nancekievill (im Bild links) und Ellen Jansen halten einen Vortrag über die Entwicklung und Möglichkeiten der Kinderhospizarbeit in Dithmarschen.

Im Anschluss werden sich betroffene Angehörige und Menschen aus den Bereichen Schule, "Bunter Kreis" und Kinderarztpraxis über die Möglichkeiten, Wünsche und Hoffnungen der kinderhospizlichen Begleitung (auch mit dem Publikum) austauschen.

Wie gehen Eltern damit um, wenn sie ein Kind durch Krebs oder eine andere Krankheit verloren haben, wie hilft aktive Trauerarbeit einem Kind, das Mutter oder Vater verliert? Welche Hilfestellungen sind möglich, welche Therapien ?

Moderiert wird das Podiumsgespräch von der Familientherapeutin Brigitte Witt-Dengler, (im Bild rechts). Sie war zuvor jahrelang im Vorstand einer Krebsberatungsstelle in München tätig.

Im Anschluss an diese sensible Informationsveranstaltung wird der Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer der Wattolümpiade e.V. die Schecks an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft, den onkologischen Arbeitskreis des WKK Heide und den Freundeskreis Hospiz übergeben.




Brachytherapie

Professor Dr. med. Jürgen Dunst, ist Direktor der Klinik für Strahlentherapie Kiel und Lübeck.
Frau OÄ Dr. med Ping Jiang vertrat Prof. Dunst ganz hervorragend und kompetent.

Der Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck, Professor Dr. med. Jürgen Dunst, ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). Die Radioonkologie vereint eine Vielfalt hoch-innovativer Therapiemethoden. Dank dieser haben viele Krebspatienten heute gute Heilungschancen“, betont Dunst.

Geboren 1958 in Minden, Westfalen, studierte Dunst 1977 bis 1983 Humanmedizin in Kiel, wo er 1984 auch promovierte. Im Anschluss daran ging der Mediziner an die Universität Erlangen. Hier schloss er 1990 auch seine Facharztweiterbildung zum Strahlentherapeuten ab. In seiner Habilitation setzte er sich 1992 mit klinischen und experimentellen Ergebnissen der simultanen Radiochemotherapie auseinander.

Von 1994 bis 2005 war Dunst Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Halle-Wittenberg. Anschließend wechselte er an die Universität zu Lübeck und leitet dort seither die Klinik für Strahlentherapie am Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Seit April 2011 ist der neue DEGRO-Präsident zudem als Ärztlicher Geschäftsführer des Nordeuropäischen Radioonkologischen Centrums Kiel (NRoCK) tätig.

Dunst forscht vor allem auf dem Gebiet der simultanen Radiochemotherapie, also der gleichzeitigen Anwendung einer Strahlen- und einer Chemotherapie bei Krebspatienten. Weitere Schwerpunkte seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit sind organerhaltende Therapieverfahren – vor allem bei Brust- und Harnblasenkrebs – und die Behandlung von Tumoren im Kindesalter.


Brachytherapie

Brachytherapie (griechisch βραχυς - kurz, nah‘), auch interne Strahlentherapie, Therapie mit umschlossenen Strahlenquellen oder Kurzdistanztherapie, ist eine Form der Strahlentherapie, bei der eine Strahlenquelle innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu bestrahlenden Gebietes im Körper platziert wird. Brachytherapie wird häufig als eine wirksame Behandlungsmethode für Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses , der Prostata, der Brust und der Haut eingesetzt. Sie kann auch zur Tumorbehandlung an vielen anderen Körperstellen verwendet werden. Brachytherapie kann allein oder in Verbindung mit anderen Therapieformen, zum Beispiel mit einer Operation, externer Strahlentherapie (Teletherapie, perkutane Bestrahlung, EBRT, external beam radiotherapy) und Chemotherapie eingesetzt werden.

Im Gegensatz zu einer externen Strahlentherapie, also einer Bestrahlung von außen, bei der hochenergetische Strahlen von außerhalb des Körpers auf das Zielgebiet gerichtet werden, werden bei der Brachytherapie die Strahlenquellen direkt am Ort der Krebsgeschwulst platziert. Ein Hauptmerkmal der Brachytherapie ist, dass die Strahlenwirkung nur ein sehr begrenztes Gebiet um die Strahlenquelle betrifft. Deshalb ist die Strahlenbelastung für gesundes und von den Strahlenquellen weiter entfernt liegendes Gewebe stark reduziert. Außerdem behalten die Strahlenquellen ihre genaue Position in Bezug auf den Tumor bei, auch wenn der Patient sich bewegt oder falls es während der Behandlung zu einer Verlagerung des Tumors innerhalb des Körpers kommt. Diese Merkmale bieten einen Vorteil der Brachytherapie gegenüber der externen Bestrahlung: Der Tumor kann mit hoch dosierter lokalisierter Bestrahlung behandelt werden, während zugleich die Wahrscheinlichkeit einer unnötigen Schädigung des gesunden umgebenden Gewebes reduziert wird.

Die Durchführung einer Brachytherapie-Behandlungsserie erfordert insgesamt eine kürzere Behandlungszeit als andere strahlentherapeutische Verfahren. Das kann dazu beitragen, dass überlebende Krebszellen weniger Möglichkeiten haben, sich in den Intervallen zwischen den einzelnen strahlentherapeutischen Dosen zu teilen und zu wachsen. Im Vergleich zur externen Strahlentherapie müssen Patienten normalerweise die Strahlenklinik weniger häufig aufsuchen und die Behandlung kann oft ambulant durchgeführt werden. Durch die gute Verträglichkeit stellt diese Behandlungsform für viele Patienten eine Erleichterung dar.

Die Brachytherapie ist eine wirkungsvolle Behandlungsoption für viele Krebsarten. Therapieergebnisse haben gezeigt, dass die Heilungsraten für Krebs zwischen Brachytherapie, Operation und externer Strahlentherapie vergleichbar oder besser sind. Außerdem ist das Nebenwirkungsrisiko deutlich geringer. Quelle: Wikipedia

Rückblicke und Informationen

Komplimentärmedizin und Alternative "Heilmethoden"

Der letzte Vortrag im Rahmen der 6. Brunsbütteler Krebs-Informationstage ist den Grenzbereichen der Erfahrungsmedizin gewidmet. Jens Rusch, der diese Veranstaltungsreihe organisiert, wird über seine Jiaogulan-Kenntnisse berichten, einer ostasiatischen Pflanze, die er aus Thailand mitbrachte und seit 2005 in Dithmarschen kultivierte. Die übersetzte Bezeichnung "Unsterblichkeitskraut" allein machte sie jedoch nicht zum Hoffnungsträger für Krebsbetroffene. In China und Thailand wird sie tatsächlich in der Onkologie eingesetzt. Ein weiterer Aspekt seines Vortrages wird der Nocebo-Effekt sein: "Machen Beipackzettel krank ?" ist eine provokative Fragestellung, die durch zahlreiche aktuelle Publikationen Nährstoff erhält. Für eine kontroverse Diskussion sorgt sicher auch seine These, daß hier eine große Deckungsgleichkeit mit den Vorstellungen und Auswirkungen des Voodoo-Kults und einfacher Autosuggestions-Mechanismen festzustellen sei. Allein steht er mit diesen Thesen jedenfalls nicht. In seinem Programm "Der Wunderheiler" propagiert Eckart von Hirschhausen ganz ähnliche Vorstellungen. Nicht ohne Grund beschäftigt eine der angesehendsten Kliniken in München zwei Ärztinnen, die eine Zusatzausbildung als Schamaninnen absolvierten. Man mag dem distanziert gegenüberstehen, für austherapierte Krebspatienten sind diese Aspekte von großer Bedeutung. Komplimentär-Medizin umfasst neben alternativen Medikamenten auch psychologische Aspekte und Heilmethoden.


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Woher kommt die Bezeichnung "Krebs" ?

Die deutsche Bezeichnung der Tumoren mit „Krebs“ stammt aus dem Altgriechischen, wo durch karkínos (καρκίνος) ebenfalls sowohl das Tier als auch die Krankheit benannt wurde. Als Bezeichnung für Geschwüre taucht der Name zuerst im Corpus Hippocraticum auf.

Die Untersuchung von Tumorzellen. Foto: Institut für Tumorgenetik Nord. Frau Dr. lana Harder.

Im 2. Jh. n. Chr. erläutert Galenos die Herkunft des Namens: „… und an der Brust sahen wir häufig Tumoren, die der Gestalt eines Krebses sehr ähnlich waren. So wie die Beine des Tieres an beiden Seiten des Körpers liegen, so verlassen die Venen den Tumor, der seiner Form nach dem Krebskörper gleicht.“ – Galenos von Pergamon

Aristoteles bezeichnete als Krebs oberflächlich feststellbare, in benachbarte Organe infiltrierende und einwachsende Geschwülste (etwa fortgeschrittener Hautkrebs oder Brustkrebs). Im Mittelalter galt der Brustbereich dem Tierkreiszeichen Krebs zugehörig (vgl. Homo signorum).

Quelle: Wikipedia

"Unkonventionele Krebstherapien"

Bitte verstehen Sie die nachstehenden Informationen als klare und eindeutige Abgrenzung unserer Intensionen. Die Brunsbütteler Krebs-Informationstage sind kein Tummelplatz für Scharlatane und Betrüger, für windige Marktschreier mit Heilsversprechen. Wir nehmen die Anliegen von Krebsbetroffenen sehr ernst und klammern bei unseren Informationstagen keine ernsthaften komplementärmedizinischen Erkenntnisse aus. Wir bemühen uns um ganzheitliche Erklärungen und ein Verständnis aus Patientensicht. Aber wir warnen auch davor, dass unwissende Menschen, die um ihr Leben kämpfen immer wieder ausgenutzt werden!

Unter dem Begriff Unkonventionelle Krebstherapien werden unterschiedlichste alternativmedizinische und pseudomedizinische, aber auch schlicht nicht validierte oder bekanntermaßen unwirksame Verfahren gegen Krebserkrankungen zusammengefasst, die sich selbst zumeist als sanft oder natürlich bezeichnen und entweder als Alternative oder komplementär (also begleitend) zu üblichen Verfahren der evidenzbasierten Medizin in großer Zahl und in unterschiedlichster Weise angeboten werden. Zumeist ist bei Anbietern, Anwendern oder Befürwortern der Methoden eine mehr oder weniger ausgeprägte Ablehnung der wissenschaftlichen, akademischen Medizin oder auch sämtlicher wissenschaftlicher Zugänge zum Phänomen Krankheit zu beobachten. Zu den unkonventionellen Methoden in der Onkologie werden per definitionem Verfahren gezählt, deren Wirksamkeit fraglich oder erwiesenermaßen nicht existent ist. Trotz durchgeführter Therapievalidierungen wurde also kein eindeutiger Wirksamkeitsnachweis erbracht.

Häufig ist bei diesen Verfahren zu beobachten, dass diese auf einen einzelnen (meist verkannten) Forscher oder Erfinder zurückgehen, der dann weiter Jahrzehnte lang an seiner Methode festhält und von einem Kreis von Anhängern umgeben ist.

Die unkonventionellen Methoden unterliegen regelrechten „Moden“ oder Hypes wie bei Galavit oder Ukrain. Andererseits verbleiben auf dem Markt aber einige Klassiker wie die Misteltherapie oder bestimmte Krebsdiäten. Unklare rechtliche Rahmenbedingungen, etwa bei der Zulassung oder der Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung, tragen in Deutschland zu einer Verunsicherung nicht nur von Patienten, sondern auch von Ärzten bei.

Weitere Informationen: "Unkonventionele Krebstherapien"

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