Krebsinformationstage 2016

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Eilmeldung: Die Ärztekammer Schleswig-Holstein hat die nachstehenden Vorträge als Fortbildungsmaßnahme zertifiziert.


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Ein kurzes Ré­su­mé der 8. Brunsbütteler Krebsinformationstage 2016

Martina Johannsen
Dr. Thomas Thomsen WKK Brunsbüttel
Dr. Bernd Schmude
Prof. Dr. Maximilian Mehdorn
Dr. Michael Lottan
Dr. Robert Gorter
Jens Rusch

"Es ist nicht gesagt, daß es besser wird, wenn es anders wird.
Wenn es aber besser werden soll, muß es anders werden."

Georg Christoph Lichtenberg


Es war unser bislang aufwändigstes Programm - und es war unser kostspieligstes. Wir haben u.a. sehr fachkundige Referenten eingeladen, die den langen Weg aus Indien und Israel nicht scheuten, um unser Engagement zu unterstützen. Dabei wurde unsere regionale Struktur mit keinem Cent belastet, denn durch unseren in Frankfurt ansässigen Verein STARK gegen KREBS e.v., geleitet durch unser Wattikan-Mitglied Dr. Bernd Schmude war jeglicher Aufwand abgesichert. Das betrifft auch die flächendeckende Information auf Rollups und Flyern. Auch die Gesamtstruktur unserer Referenten konnte sich sehenlassen. Die nachstehenden Darstellungen mögen dieses belegen. Ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung wurde uns durch den hilfreichen Einsatz von Prof. Dr. Maximilian Mehdorn zuteil, der sich bei der Ärztekammer dafür einsetzte, unsere Veranstaltungen künftig zu zertifizieren.

Die Besucherzahlen entsprachen jedoch diesem Aufwand nicht in jedem Fall. Das ist für mich Anlass zu einer selbstkritischen Reflektion.

Dabei möchte ich die konstruktive und wohlwollende Kritik, die mich in diesen Wochen erreichte, gern berücksichtigen. Ganz offensichtlich ist durch die ganzjährige Beratungstätigkeit in unserem Krebsberatungszentrum Westküste bereits ein wichtiger Teil des Beratungsbedarfes abgedeckt. Ein schöneres Kompliment kann man unserer Leiterin Petra Köster eigentlich gar nicht machen.

Von Frau Dr. Lasserre kam die Kritik, wir würden zu wenige der in unseren Kliniken tätigen Fachärzte einbinden. Darin ist sicherlich ebenfalls einer der Gründe zu suchen, denn viele Patienten haben es in der Vergangenheit als hilfreich empfunden, "Ihren" Onkologen ohne Schwellenängste zu erleben. Dieser Anregung werden wir in den kommenden Veranstaltungen gern Rechnung tragen.

Der für mich persönlich wichtigste Punkt: Ich beginne, mich selbst als Auslaufsmodell zu begreifen. Meine persönlichen Interessen deckten sich in der Vergangenheit ganz passabel mit den Publikumsinteressen, aber die Schere wird offener. Auch dieser Erkenntnis gilt es, Rechnung zu tragen.


Was bedeutet das für unsere künftigen Krebsinformationstage ?

  • Wir werden das Programm konkreter mit dem ermittelten Informationsbedarf unserer Beratungsstellen in Heide und Brunsbüttel abstimmen.
  • Wir werden die Referenten-Suche enger mit dem onkologischen Arbeitskreis der Westküstenkliniken abgleichen.
  • Ich werde nur noch im Hintergrund beratend und unterstützend tätig sein. Somit wär dann auch ein Stückchen Zukunftsfähigkeit unserer Aktivitäten auf den Weg gebracht.

Abschließend bedanke ich mich bei allen, die unsere 8. Krebsinformationstage 2016 unterstützt haben, im Sinne der Krebsbetroffenen dieser Region, von ganzem Herzen.

Jens Rusch

Veranstaltungen im Krebsberatungszentrum Westküste

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  • 26. September 18 Uhr "Ernährung und Brustkrebs - was kann ich tun ?" Martina Johannsen, Ernährungsberaterin
  • 28. September 19 Uhr "Endoskopische Möglichkeiten der Vorsorge und Behandlungen von Krebserkrankungen im Magen- Darmtrakt " Dr. Thomas Thomsen Chefarzt Innere Medizin WKK Brunsbüttel


  • 11. November 19 Uhr "Diagnose Krebs - Heilungschancen nutzen statt Ende beschließen" Dr. Bernd Schmude, 1. Vorsitzender STARK gegen KREBS e.V.


Veranstaltungen in der Galerie Rusch

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  • 25. Oktober 19 Uhr "Der Krebs und das Gehirn" (AT) Prof. Dr. Maximilian Mehdorn
  • 28. Oktober 19 Uhr "Medizinische Erfahrungen mit Cannabis in der Onkologie und Schmerztherapie in Israel" Dr. Michael Lottan
  • 1. November 19 Uhr " Nicht-toxische Onkologie, Komplementärmedizin und Erfahrungen mit Cannabis in der Onkologie" PD Dr. Robert Gorter
  • 4. November 19 Uhr Film-Abend "Das Meer in mir" Über die Grenzen aktiver Sterbehilfe. Ein berührendes Melodram.
  • 8. November 19 Uhr "Jiaogulan in der Komplementärmedizin" Erfahrungsberichte von Betroffenen. Beamer-Vortrag von Jens Rusch

Referenten

Chefarzt: Dr. med. Thomas Thomsen

Schleswig-Holsteiner aus dem Raum Flensburg ,Studium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Beruflicher Werdegang:

  • 1986 - 1995 Klinische Ausbildung im Diakoniekrankenhaus Rotenburg/Wümme, AK Hamburg-Wandsbek (Anästhesie) und Diakoniekrankenhaus Flensburg (Innere Medizin und Gastroenterologie)
  • 1995 - 1997 Oberarzt in der Medizinischen Klinik des Robert-Kochkrankenhauses in Gehrden/Hannover
  • 1997 - 2009 Ltd. Oberarzt Gastroenterologie am Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster
  • 2009 - 2015 Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1 am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg
  • Seit 05/2015 Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin im Westküstenklinikum Brunsbüttel

Mitgliedschaften und Fachgesellschaften

  • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
  • Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und bildgebende Verfahren
  • Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
  • Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin
  • Norddeutsche Gesellschaft für Gastroenterologie
  • Deutsche Diabetes-Gesellschaft
  • Hospizgruppe Flensburg (1989-1995)

Prof. Dr. med. Hubertus Maximilian Mehdorn

Geb. 1948 in Berlin, nach dem Abitur Studium der Humanmedizin in Münster, Montpellier/Frankreich und Zürich/Schweiz bis 1972, Grundwehrdienst als Stabarzt, anschließend Weiterbildung zum Arzt für Neurochirurgie in Minden, San Francisco und Essen, dort Habilitation (1984) und apl. Professor. April 1991 bis März 2015 Direktor der Klinik für Neurochirurgie des UKSH Campus Kiel der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Maximilian Mehdorn setzte neue Maßstäbe und erwarb sich vor allem durch Operationen bestimmter Hirntumore in Lokalanästhesie und durch die Verbindung von Molekularbiologie und Neuropsychologie einen exzellenten Ruf. Auch die Bildgebung mit dem intraoperativen MRT sowie das Implantieren von Hirnschrittmachern bei Parkinson-Patienten gehörten zu seinen Spezialitäten.

Als Forscher und Vortragender machte er Kiel in aller Welt bei internationalen Kongressen bekannt. Auch nach seiner Emeritierung wird er seine Forschungs- und Vortragstätigkeit fortführen. Patienten können ihn weiterhin in einer neuen Privat-Praxis aufsuchen.

Eine wesentliche Aufgabe sieht er jedoch weiterhin in der Förderung des neurochirurgischen Nachwuchses und der Forschung in der Neurochrirurgie und den Neurofächern. Hierzu hat er bereits 2005 die Familie Mehdorn Stiftung ins Leben gerufen, die seither jährlich Förderpreise für medizinische Forschung in einer Gesamthöhe von 20.000€ ausschüttet. Künftig wird er sich noch intensiver der Arbeit in der Stiftung widmen.

Seit der Schulzeit enge Kontakte zu Frankreich und anderen europäischen, später auch außereuropäischen Ländern, seit langem wissenschaftliche Kontakte und Reisen in alle Erdteile. Kooperationen mit vielen Universitätskliniken im Ausland, regelmäßig Gastärzte in der Kieler Uni-Klinik, u.a. aus China, Russland, Brasilien, und viele ausländische Patienten. Aus den eigenen bereichernden Erfahrungen im Ausland und der Kenntnis der Möglichkeiten aber auch der Grenzen der institutionellen Forschungsförderung entstand die Idee zur Gründung der Familie Mehdorn-Stiftung.

Pressespiegel: Kieler Nachrichten

Dr. Michael Lottan

Fotos von Thomas Beller

Wir bemühen uns zur Zeit um eine Zertifizierung dieser auch für niedergelassene Ärzte hochinteressanten Fortbildungsveranstaltung.

Schwerpunkt wird eine Darstellung der CBD- und THC-Legalisierung und staatlichen Nutzung in der Medizin in Israel sein. Dr. Michael Lottan ist Anästhesist und verfügt über umfangreiche Fachkenntnisse über die Anwendungs-Entwicklung in der Schmerztherapie und anderen pathologischen Anwendungsbereichen.

Eine kurze Auflistung seiner Qualifikationen:


SPECIALIST IN ANESTHESIA MINISTRY OF HEALTH TEL-AVIV ISRAEL

TREATMENT OF TOXIC AND NUCLEAR HOSPITAL WASTE DIPLOMA OF THE WORLD HEALTH ORGANIZATION (W.H.O) AND THE ISRAELI MINISTRY OF HEALTH

LECTURER "SACKLER" SCHOOL OF MEDICINE TEL AVIV UNIVERSITY ISRAEL

VISITING PROFESSOR UNIVERSITY OF L'AQUILA ITALY (1992 - 1994)

PAST MEMBER OF THE ANESTHESIA COMMITTEE TEL AVIV UNIVERSITY ISRAEL

PAST EXAMINER ON THE ISRAELI BOARD OF ANESTHESIA “THE ISRAEL MEDICAL ASSOCIATION SCIENTIFIC COUNCIL” 1994

Weitere Informationen zum Thema

Unabhängige Informationen über die Entwicklung der Nutzung von medizinischen Cannabis-Anwendungen in Israel


PD Dr. Robert Gorter

Rückblick in englischer Sprache: Robert Gorter lecturing in Germany: Stark Gegen Krebs

Vortrag in der Galerie Rusch

PD. Dr. med. Privatdozent an der Uni Witten/ Herdecke (und emeritus professor of the University of California San Francisco Medical School (UCSF))

PD. Dr. med. Robert Gorter studierte von 1965 – 1973 an der Universität von Amsterdam Medizin und Philosophie und begründete und führte dann bis 1983 in Amsterdam eine große Tagesklinik für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt Onkologie. Er hatte schon in 1971 das erste Methadonprojekt in Europa begründet und geleitet.

In 1983 hat er sich definitiv in San Francisco, California, USA an der Universität Vorort niedergelassen wo er von 1986 bis 2010 voll Fakultätsmitglied der Fakultäten für Innere Medizin als auch für Allgemeinmedizin der University of California San Francisco Medical School (UCSF) und war einer der führenden Ärzten des weltberühmtes „Ward 86“ am San Francisco General Hospital (SFGH) war. Wegen seiner Erfahrung mit Viren wie HIV und Hepatitis B & C Viren leitete er von 1986 bis 1992 als Professor und als Medical Director das Department for AIDS Epidemiology and Biostatistics. Fast alles was über die natürliche Progression von HIV zur AIDS bekannt ist kommt von Studien, die unter seine Führung durchgeführt wurden.

Dr. Gorter wurde die Stelle des Vizedekans der Universität Witten/Herdecke angeboten und hatte diese Stelle inne von 1992 – 1993. Gorter ist bis heute als Privatdozent an der Uni Witten/Herdecke verbunden. Dann wurde er an dem Lehrstuhl von Professor Malthe Bühring an der Frei Universität berufen wo er bis 2000 verbunden blieb. Während dieser Zeit führte Dr. Gorter das eigenständige Europäische Institut für Onkologische und Immunologische Forschung in Berlin. In dieser Zeit würden verschiedene multizentrischen und internationale klinischen Studien im Bereich Onkologie, HIV und andere chronische viralen Krankheiten durchgeführt. Auch wurden von ihm noch in den USA als auch in Berlin kontrollierte, klinische Studien im Bereich von das reine THC als auch von Cannabis sativa bei Krebspatienten und HIV/AIDS Patienten durchgeführt.

Robert Gorter hat ab 2000 sehr erfolgreich die Herstellung und Applikation von aus autologen Monozyten hergestellten dendritischen Zellen durchgeführt.

Robert Gorter hat seit 1971 in Amsterdam die klinische Anwendung von Cannabis entwickelt und durchgeführt.



Quelle: Gorter-Model

Dr. Bernd Schmude

Bernds Vortrag.jpg Vortrag am Freitag, den 11. November um 19 Uhr im Krebsberatungszentrum Westküste


Er ist ein selbst krebsbetroffener Arzt und steht seinem eigenen Berufsstand objektiv kritisch gegenüber. Wer sein Schicksal wie er selbst in die Hand nimmt, hat die größten Überlebenschancen. Sein Motto:


"Diagnose Krebs - Heilungschancen nutzen statt Ende beschließen"

Er unterstützt mit seinem in Frankfurt a.M. ansässigen Verein STARK gegen KREBS e.V. seit Jahren die Wattolümpiade, den Wattikan und das Krebsberatungszentrum Westküste. Seine Vorträge sind besonders beliebt, denn er wird von Betroffenen gern als "Mutmacher" bezeichnet. Dabei nimmt er niemals die beschwichtigende Position eines Psychotherapeuten ein, sondern überzeugt mit medizinischen Fakten. Für viele ist er der Eckart von Hirschhausen des Wattikans geworden. Diese 8. Krebsinformationstage wurden durch seinen Verein maßgeblich unterstützt.

Frau Johannsen

Hilfreiche Tipps um Nebenwirkungen, bei einer antihormonellen Therapie z.B. Gewichtszunahme, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gelenkbeschwerden etc. erträglicher zu machen.


Lebenslauf:

Frau Johannsen absolvierte die Ausbildung zur Diätassistentin im Harz und war nach ihrer Ausbildung zunächst in einer Orthopädischen Rehaklinik in St. Peter Ording tätig. Seit 2001 arbeitet sie in der onkologischen Rehabilitation in der Hamm Klinik Nordfriesland. Ihr Aufgabengebiet umfasst: Vorträge zum Thema Krebs und Ernährung, Indikationsbezogene Schulungen, Lehrküchen, Ernährungsberatung im Einzelgespräch.....

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Komplementärmedizin


Vortrag von Jens Rusch über Erfahrungsberichte von Patienten mit Jiaogulan.

Mit "Jiaogulan" verbinden Krebs-Betroffene weltweit ihre größten Hoffnungen. In der Onkologie Südostasiens werden ihre Wirkstoffe längst eingesetzt. Jens Rusch gilt für viele Betroffene als Pionier, denn seit 2005, als er die Pflanzenstämme des sogenannten "Unterblichkeitskrautes" als erster Deutscher mitbrachte, hat er viele tausend der segensreichen genetischen Jiaogulan-Stämme verschenkt. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht seiner seither gesammelten Erkenntnisse zur wirksamen biologischen Komplementärmedizin, auch in anderen Betroffenheits-Bereichen. Erst seit 2015 versenden er und seine Frau die Pflanze auch gegen Kostenerstattung europaweit."Unsterblichkeitskraut" ist auch die wörtliche Übersetzung der Bezeichnung für "Jiaogulan".

Film-Abend: "Das Meer in mir"

Im Rahmen der palliativmedizinischen Entwicklung in Deutschland tauchen immer wieder Fragen nach den Grenzen aktiver Sterbehilfe auf, wie sie in anderen Ländern praktiziert wird. Woran können sich Krebsbetroffene orientieren? Die Meinungen und Urteile der Gesetzgeber, der Ärzte und der austherapierten Krebspatienten sprechen völlig unterschiedliche Sprachen. Dieser Film kann helfen, seinen eigenen Standpunkt zu bestimmen.

Der Fall Ramón Sampedros, der sich nach jahrzehntelanger Lähmung Gift reichen ließ, erschütterte Spanien. Alejandro Amenábars oscargekrönter Film „Das Meer in mir" ist ein Melodrama humaner Mitleidlosigkeit.

Rückblicke

Organisationen (Auswahl)


Quelle: Boyens-Medien
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Weblinks