Krebsinformationstage 2017

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Programmpunkte und Referenten

  • 25. September 19:30 Uhr Brustkrebs- Vortrag mit Podiums-Diskussion
Dr. Thomas Kunz /Chefarzt –WKK Heide, Dr. Sandra Rauen / Oberärztin –WKK Heide
Dr. Dirk Höft ( Programmverantwortlicher Arzt für das Mammographie – Screening Westküste)
Judith Guderian (Breast – Care- Nurse)

Kurzer Beamer -Vortrag und Podiumsdiskussion zum Thema Brustkrebs mit Expertenrunde

Bessere Diagnostik und Früherkennung, genauere Operationsmethoden und zielgerichtete Medikamente haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass Frauen mit Brustkrebs heute deutlich bessere Heilungschancen haben als noch vor einigen Jahren. Die Heilungschancen liegen bei 90 Prozent, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Deshalb werden Ärzte und Radiologen nicht müde, immer wieder zu betonen, wie wichtig eine regelmäßige Vorsorge ist.

Um neue Ansätze bei Vorsorge und Behandlung geht es aus diesem Grund in unserer Podiumsdiskussion zum Thema Brustkrebs. Experten aus der Region referieren zu diesem sensiblen Thema.

Chefarzt Herr Dr. Thomas Kunz, die Oberärztin Frau Dr. Rauen und die Breast -Care - Nurse Judith Guderian, alle Holsteinisches Brustzentrum Heide, werden sich den Fragen Betroffener und deren Angehörigen stellen, ebenso Dr. Dirk Hoeft, programmverantwortlicher Arzt für das Mammographie- Screening an der Westküste.


  • 26. September 19:30 Uhr Körperliche Aktivität in der Vorbeugung und Therapie von Krebs
Prof. Dr. Thomas Herrmann Chefarzt- Med. Klinik WKK Heide


Prof. Dr. Thomas Herrmann
Forschungsergebnisse zeigen, dass der Einfluss von Bewegung auf das Krebsrisiko eng mit dem der Ernährung verknüpft ist. Beide wirken auf das Körpergewicht. Wer sich ausreichend bewegt und sich ausgewogen ernährt, hält seinen Energiehaushalt im Gleichgewicht. Er beugt damit Übergewicht vor.

Aus Beobachtungsstudien weiß man, dass Übergewicht ein Risikofaktor bei häufigen Krebsarten ist. Dazu zählen beispielsweise Brustkrebs nach den Wechseljahren, Dickdarmkrebs und Gebärmutterkörperkrebs. Erste Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zeigen: Regelmäßiges Training beeinflusst biologische Vorgänge und Faktoren, die an der Krebsentstehung beteiligt sind. Dazu zählt beispielsweise bei Brustkrebs und Gebärmutterkörperkrebs die Konzentration von Geschlechtshormonen im Blut. Ihr Stoffwechsel wird vom Körpergewicht mit beeinflusst. Bei Tumorarten, die mit Übergewicht in Verbindung stehen, spielen der Insulinspiegel sowie die Konzentration weiterer Botenstoffe im Blut eine Rolle. Die Folge: Insulin und diese weiteren Faktoren wirken in Zellen als Wachstumssignale und beeinflussen eventuell die Tumorbildung. Forscher vermuten außerdem, dass Bewegung regulierende Effekte auf chronische Entzündungsprozesse im Körper, auf das Immunsystem sowie auf körpereigene Reparaturmechanismen für das Erbmaterial haben könnten.

Dies sind Faktoren, die bei der Krebsentstehung eine Rolle spielen. Um genau zu verstehen, wie sich Bewegung auf die Krebsentstehung auswirkt, muss weiter geforscht werden.



Stin-Niels Musche
  • 11. Oktober 19:30 Uhr Hypnose für Krebserkrankte- Hypnose als Krebshilfe
Stin- Niels Musche / Hypnosetherapeut Hamburg

Hypnose ist ein entspannter Zustand der Konzentration, in dem das Unbewusste in den Vordergrund rückt. Während das Bewusstsein zurück gedrängt wird. Dies ist natürlich eine sehr einfache Erklärung. In Wirklichkeit passieren während der Hypnose einige sehr komplizierte Prozesse im Gehirn.

Durch die Hilfe der Hypnose ist es möglich, dem Unterbewusstsein neue Handlungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Diese werden als sogenannte Suggestionen bezeichnet. Die Hypnose schaltet dabei, solange es der Hypnotisierte wünscht und zulässt, die „Wächterfunktion“ des Unbewussten aus.

Durch dieses Ausschalten kommen die Suggestionen direkt im Unterbewusstsein an und können somit ihre volle Kraft und Wirksamkeit entfalten. Die Hypnose ist deshalb so außergewöhnlich und effektiv bei der Veränderung von Verhalten, Gefühlen, Gedanken und Emotionen, weil der menschliche Geist eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Er kann nicht unterscheiden, ob etwas real passiert, oder ob man es sich nur vorstellt.

Wichtig zu wissen - häufige Missverständnisse

Über Hypnose gibt es viele Mythen. Einer der verbreitetsten ist der, dass ein Fremder die Kontrolle über den Geist des Hypnotisierten übernimmt. Dies entspricht nicht der Wahrheit – so etwas kommt nur in Kinofilmen vor. Niemand kann hypnotisiert werden, wenn er es nicht will und zulässt. Niemand kann dazu bewegt werden in Hypnose etwas zu tun, was im Gegensatz zu seinen eigenen Werten steht.

Ein weiteres, großes Missverständnis ist die Annahme, dass man das Bewusstsein verlieren oder schlafen würde. In der Regel erinnern sich die meisten Menschen an alles, was in der Hypnose passiert ist. Während der Hypnose können Sie alles deutlich hören. Ihre moralischen Werte bleiben unverändert. Sie sind nicht willenlos. Sie sind nicht bewusstlos. Falls es wirklich notwendig wäre, könnten Sie eine Hypnose selbst beenden. Sie werden nichts sagen oder tun, zu dem Sie nicht bereit sind und das Sie nicht möchten! Unsere Rolle ist dabei eher die Rolle eines Trainers, der Sie anleitet. Ganz und gar nicht die eines Befehlsgebers. Solange Sie mitmachen und sich auf unsere Anleitung einlassen, sind wir zusammen ein erfolgreiches Team!


  • 16. Oktober 19:30 Uhr Liquid Biopsy- Flüssige Biopsie
Prof. Dr. Klaus Pantel

Neue Analyse-Methode?

Prof. Dr. Klaus Pantel

Es wird mit dem Ziel geforscht, Krebszellen und deren Bestandteile wie DNA und microRNA im Blut mittels hochempfindlicher Verfahren zu entdecken und deren Eigenschaften mit molekularbiologischen Methoden aufzuschlüsseln. Diese als „Liquid Biopsy“ (Flüssigbiopsie) bekannte Forschungsrichtung ist für die Abschätzung der Prognose von Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs und anderen Karzinomen (zum Beispiel Prostata-, Darm- oder Lungenkrebs) wichtig, weist auf bestimmte zielgerichtete Therapien hin, und ermöglicht die frühzeitige Abschätzung eines Therapieerfolges oder –versagens. Quelle: Webseite UKE Eppendorf.

Die Liquid Biopsy (flüssige Biopsie) ist möglicherweise eine vielversprechende Methode zur frühen Therapiekontrolle bei Lungenkrebspatienten. Dies zeigen die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Kooperation zwischen dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und der Thoraxklinik Heidelberg. Die Forscher verknüpften die Befunde der Liquid Biopsy mit den klinischen Daten der Patienten und konnten so in Echtzeit verfolgen, wie die Tumoren auf Krebsmedikamente ansprachen. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in der neuesten Ausgabe von Scientific Reports veröffentlicht.

Seit einigen Jahren setzen Mediziner deshalb Hoffnung in die sogenannte Liquid Biopsy (flüssige Biopsie). Wenn Zellen absterben, gelangt ihre DNA ins Blut. Man spricht dann von „zellfreier DNA“, kurz cfDNA. Die cfDNA von Tumorzellen, die nach der Therapie absterben, weist Mutationen auf, die sich aus einer Blutprobe mittels PCR und nachfolgender Sequenzierung nachweisen lassen. Im Unterschied zur Gewebeprobe werden bei der Liquid Biopsy lediglich ein paar Milliliter Blut entnommen; daraus wird die DNA isoliert und molekular analysiert. Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft

Weitere Informationen über Liquid-Biopsie

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