Wattfußball

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Spielfeld


Ein Bericht in Echtzeit

Fußballwattmeisterschaft

Von DVBZE-Kommentator Harry Hirsch

Die Spannung über dem Wattkampfstadion steigt, und das muss sie auch, denn viel Zeit bleibt den Wattleten nicht. Dann steigt hier nämlich anstelle der Spannung die Flut. Die kann sich dann zwar nicht eines grünen Rasens bemächtigen, denn den gibt es hier gar nicht. Aber auch das Überfluten des schmutzigsten Stadions südlich von Hammerfest würde die Spieler vor gewisse Probleme stellen, denn es ist nicht einfach, im Morast der Elbmündung flott voranzukommen. Flotte Spurts in den gegnerischen Raum sind eher selten, lange Flanken scheitern meist daran, dass der Ball zu lange am schlammigen Fuß des Spielers klebt, zudem haben die Spieler während des Gematschels immer häufiger Probleme, Freund und Feind auseinander zu halten.

Das bereitet dann auch dem Stadionsprecher Dr.h.c.wattpsych Steffen Stint Probleme,( ja, die nennen sich wirklich so und haben auch alle einen Doktortitel) der hauptamtlich eigentlich die Aalmanufaktur Geltorf betreut. Aber das gehört in eine ganz andere Disziplin, nämlich den Aalstaffelllauf.

Es gelingt ihm immer seltener, die Gegner auseinander zuhalten und so verlegt er sich darauf, zu sagen: „In dieser Szene spielt die graue Mannschaft gegen die graue Mannschaft.“ Bekannte Zitate weit berühmterer Kommentatoren formuliert er kurzerhand um: „das Dreckige muss ins Eckige“ und so ganz falsch liegt er ja damit auch nicht.

Inzwischen hat eine der Mannschaften es kaum geschafft ihren bis an die Hüften eingesunkenen Torwart auszugraben, als das komplette Verteidiger-Aufgebot sich einem gegnerischen Ansturm, soweit man davon überhaupt reden mag, entgegen werfen muss, oder vielmehr „müsste“. Die Gefahr wird relativiert, weil einer der Stürmer nach einem Fallrückzieher bis zu den Schultern kopfüber im Schlamm steckt und wild mit den schmutzigen Beinen zappelt.

Während seine Mitspieler nach einer kurzen Diskussion darüber, ob das denn überhaupt einer ihrer Leute sei, damit beschäftigt sind, mit dem Herausziehen beschäftigt sind, nutzt ein anderer die Chance, um im Alleingang auf das gegnerische Tor zu stürmen. ( Soweit man davon reden mag) Es macht auch eigentlich nichts, dass er dabei immer mal wieder feststeckt und in den Schlamm fällt, denn der gegnerische Tormann hilft gerade dabei, den besagten Spieler auszubuddeln. Und so gelingt es ihm mühelos, den kaum noch als rund zu bezeichnenden Wattklumpen über die Torlinie zu schieben.

Prügeleien auf dem Spielfeld sind eher selten, denn die Gefahr ist einfach zu groß, unter den verschlammten Spielern schon mal eigene Leute zu verhauen. Und so begibt man sich unter brandendem Beifall der Zuschauer am Deich und der herannahenden Brandung der Elbe unter die Dekontaminationsduschen und stellt nach der Matschentfernung erstaunt fest, dass sich unter ihnen zwei Spieler befanden, die man überhaupt nicht kannte.



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