Wattgolf

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2. Wattolümpisches Golfturnier

Friedrichskoog, 28.04.2010 - Viele Golferinnen und Golfer haben sich bestimmt schon häufig gefragt: Warum ist dieser schöne Sport nicht olympisch? 60 Millionen Menschen – weltweit – spielen Golf und dennoch war diese Disziplin zuletzt vor 105 Jahren ein Wettbewerb der Olympischen Spiele. Das nimmt das Wattolümpische Komitee aus Brunsbüttel gemeinsam mit dem Tourismus-Service Friedrichskoog an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste in diesem Jahr wieder selbst in die Hand.

Am Sonnabend, 5. Juni, 11 Uhr, werden 25 Golfer vor dem Deich von Friedrichskoog-Spitze beim zweiten wattolümpischen Golfturnier „olümpische“ Luft schnuppern. Friedrichskoog wurde vom Wattolümpischen Komitee erneut als Austragungsort ausgewählt, da das Brunsbütteler Watt zu weich ist – die Bälle wären nicht auffindbar. Das Friedrichskooger Watt, Teil des Weltnaturerbes Wattenmeer, bietet beste Voraussetzungen und der Deich bildet die ideale Zuschauertribüne, bestückt mit bequemen Strandkörben.

Wattgolfregeln

Das Teilnehmerfeld wird im Watt insgesamt sechs Löcher spielen. Gegolft wird bei Ebbe. Das schwer einzuschätzende Terrain ist auch für gute Golfer eine echte sportliche Herausforderung mit großem Spaßfaktor. Das haben sich vermutlich auch die Mitglieder der Dithmarscher Golfclubs gedacht. Binnen weniger Tage war das Turnier ausgebucht. Natürlich braucht man für dieses Golfturnier auch eine Wattreife – die Mitglieder des Dithmarscher Golfclubs haben diese automatisch.

Die Grundregeln sind denkbar einfach: Männer spielen ausschließlich mit Eisen 8, Frauen mit Eisen 7. Alle anderen Schläger sind verboten. Die Bahnen sind zum Teil erheblich länger als die von gewöhnlichen Golfplätzen. So gibt es unter anderem ein Par 7-Loch. Nur beim Abschlag darf ein Tee benutzt werden. Die Löcher sind beim wattolümpischen Golfen allerdings auch ein wenig größer. Jede Bahn muss grundsätzlich zu Ende gespielt, das entsprechende Ergebnis notiert werden. Bälle, die mindestens 50 Prozent im Wattboden versunken sind, dürfen besser gelegt werden, aber nicht näher zur Fahne. Bälle, die in einem Priel landen, dürfen gesucht und ertaucht werden, müssen aber anschließend unter Anrechnung eines Strafschlags gedropped werden. Mit der abschließenden Wattolümpischen Siegerehrung wird gegen 14 Uhr gerechnet.

Wattikette

Die Wattikette ist die Grundlage des modernen Wattgolfsports. Das Bewerfen anderer Teilnehmer mit Schlick, Wattwürmern oder Plattfischen ist nicht erlaubt. Das Spielen in einer knappen Badehose verstößt gegen die guten Sitten. Spikes sind erlaubt, aber sinnlos. Gummistiefel halten trocken, sind aber unschön.

Benefiz

Da es sich um eine Veranstaltung im Rahmen der Brunsbütteler Wattolümpiade handelt, spielt der gute Zweck natürlich auch eine Rolle. Die Startgebühr der Teilnehmer geht als Spende an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft e.V. Zuschauer sind herzlich willkommen und können die Wattgolfer vom bequemen Strandkorb aus bei Krabbenbrötchen und Erfrischungsgetränk beobachten oder auch gern ins Watt begleiten. Der Eintritt am Strand in Friedrichskoog ist wie immer frei.

Hinweis

Am Samstag findet statt des ursprünglich geplanten Wattstock-Konzerts ein Fest im "Olümpischen Dorf" am Freizeitbad LUV statt, am Sonntag die Wattolümpiade am Elbdeich in Brunsbüttel.