Wattolümpiade-Abbruch 2011

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Auch Wattolümpiade fällt dem Sturm zum Opfer!
Nachdem am gestrigen Tage bereits das Wattstock-Festival unwetterbedingt abgesagt werden musste, fällt nun auch die Wattolümpiade dem Sturm zum Opfer. Aktuell herrschen auf dem Wattkampfgelände in Brunsbüttel-Soesmenhusen Windstärken von 8 bis 9. Das macht die Durchführung der Spiele unmöglich.


Für den "Wattikan" erweiterte sich das Spektrum der Extreme

Entwurf vor Korrektur

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Monatelange Vorbereitung, eine über 8 Jahre entwickelte Logistik und eine strapaziöse Aufbauwoche - und dann die Katastrophe am Brunsbütteler Elbdeich: Erhöhter Wasserstand und extreme Sicherheitsgefährdung für alle Besucher durch im Sturm umherfliegende Gegenstände. Das wohl sinnvollste Benefiz-Event Schleswig-Holsteins mußte mit tränenden Herzen abgebrochen werden.

Keine nennenswerten Einnahmen für die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft, für den dringend benötigten Ausbau der Palliativ-Struktur ( Sterbezimmer für "austherapierte" Krebspatienten) im WKK-Brunsbüttel. Hervorragende Musiker mußten ausgeladen werden, ebenso wie weitgereiste Prominenz und Medienverteter und nicht zu vergessen: "Wattleten aus Italien, Belgien, Dänemark und aus allen Teilen Deutschlands machten Brunsbüttel wieder zum olümpischen Dorf. Die Enttäuschung darüber, dass die Wattkämpfe ausfielen, war den Teams anzusehen, aber sie ließen es sich trotzdem großenteils nicht nehmen, an der Wattkampfarena für ein Errinnerungsfoto vorbeizuschauen und dem Wattikan Solidarität auszusprechen.

Frage an den Kopf der Veranstaltung, Michael Behrendt, den seine Mitstreiter gern "El Presidente" nennen: "Ist denn an dieser Situation überhaupt noch etwas Gutes auszumachen, etwas Motivierendes für kommende Wattolümpiaden?"

"Durchaus. Blumenpflücken im Sonnenschein am Elbdeich, das hat keinen Effekt auf die Synergie einer Truppe. Aber Fronterfahrungen wie dieses sturmgepeitschte Wochenende schweißt eine Truppe zusammen - davon werden wir noch lange reden und die jetzt gemachten Erfahrungen werden uns in Zukunft nützen. Extremer geht es ja kaum noch. Und ganz besonders hat mich gefreut, dass wir alle wichtigen Entscheidungen absolut gemeinsam gefällt haben. In detailierter Abstimmung und in solidarischem Schulterschluss mit unseren Haupt-Sponsoren und unseren erprobten Helfern. Und so ganz nebenbei weiss ich jetzt auch, wie man "Beaufort" schreibt."

In der Tat hat sich die Kernmanschaft, der sogenannte "Wattikan" als kaum irritierbar gezeigt. Niemand resignierte, stattdessen richtete man sich gegenseitig auf. Auch über die Absage-Entscheidungen gab es keine zwei Meinungen. Wattkampfleiter Oliver Kumbartzky: "Ich werde ja gern mal belächelt, wenn ich die Meinung vertrete, daß diese sturmerprobte Solidarität eine besondere Eigenschaft der Küstenbewohner darstellt - aber diese harte wattolümpische Nagelprobe hat das eigentlich sehr augenfällig unter Beweis gestellt."

Um Ersatz für die ausgebliebenen Einnahmen sorgt sich Jens Rusch, zu dessen Aufgaben deren sinnvolle Verwendung für Krebsbetroffene der Region gehört. Deshalb freut er sich über eine Welle der Solidarität im Randbereich des Geschehens. Spontane, kleinere Konzerte, Spendensammlungen, der bei Facebook überaus häufig geäußerte solidarische Aufruf, das Geld für die Eintrittskarten nicht zurück zu fordern, sondern für die Linderung der entstandenen Schäden zur Verfügung zu stellen, das trägt zur Motivation bei. Und zur Linderung von Sturmschäden, denn so manche Plane wurde durch den Sturm, der in Böen bis zu 10 Beaufort erreichte, zerfetzt, so mache Stange verbogen.

Desaster am Deich


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Weitgereist und alles umsonst

Benefiz für die Benefiz-Aktion

Toll: Haberdashery und Free Thoughts organisierten spontan ein Konzert in der Aula der Realschule, um Wattstock zu unterstützen.

Rückbau-Team

Sorry, etwas Regen auf der Linse.....

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Was passieren kann....