Wattolümpiade 2016

Aus Wattopedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Quelle: Boyens-Medien
1ARüdiger Vespermann Titel.jpg

Das dreckige Dutzend

Das dreckige Dutzend ist nun voll – und wie bereits bei der Siegerehrung verkündet, wird es nun erstmals zwei Jahre dauern, bis sich mutige Wattleten wieder in den Soesmenhusener Elbschlick stürzen können. Denn fortan wird die Wattolümpiade in einen Zwei-Jahres-Turnus gehen – immer in den geraden Jahren, quasi parallel zu den anderen großen Sportereignissen wie Fußball-WM und EM sowie dieser anderen Olympiade.

Mit diesem Gedanken hat sich der Wattikan übrigens schon längere Zeit beschäftigt - jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Ein Zwei-Jahres-Rhythmus verschafft allen im Orga-Team, die ja zum größten Teil voll im Berufsleben stehen, ein bisschen mehr Luft - aber auch der Wattolümpiade selbst, die nach zwölf Jahren neue Impulse gebrauchen kann. Schließlich soll mit der Wattolümpiade noch viele Jahre viel Gutes für Krebsbetroffene in der Region getan werden können.


Für die 13. Wattolümpiade der Neuzeit steht der Termin auch schon fest: Am 21. Juli 2018 wird wieder schmutziger Sport für eine saubere Sache im Elbschlick geboten.


Das heißt jedoch nicht, dass die Sportler jetzt zwei Jahre bis zum nächsten Event am Brunsbütteler Elbdeich warten müssen: Für die ungeraden Jahre dazwischen heckt der Wattikan gerade etwas aus – ein, zwei Nummern kleiner, aber nicht minder spaßig und natürlich mit dem wattolümpischen Spirit.

Und so sollten sich alle wieder den Neujahrsmittag im Kalender anstreichen. Dann ist, ganz nach olümpischer Tradition, um Punkt 12 Uhr Meldestart. Wofür genau, das wird der Wattikan demnächst bekanntgeben.


Für O-Töne erreichen Sie unseren Pressesprecher Oliver Kumbartzky unter 0170 / 1803097

Mit wattolümpischen Grüßen, Michael Behrendt

Galerie Rüdiger Vespermann

Bei Verwendungswunsch bitte direkt an den Fotografen wenden ! mailto:info@foto-ein-fall.de

Weitere Galerien in Vorbereitung


Galerie Dirk Wehrsig

Weitere Bilder folgen

Weltpresse

Alles südöstlich von Itzehoe

"Best photographs of the day"

Der amerikanische Sender NBC und der britische "Guardian" nahmen die Bilder aus Brunsbüttel sogar in die Bildergalerie der besten Fotos des Tages auf. "Best photographs of the day: Trump babies, Chili Peppers and Mud Olympics", titelte der "Guardian" auf seiner Homepage.

Lokale Medien

Videos

Galerie Karsten Schröder


Geldzaehlen2016.jpg

Der Lohn der Angst

Zum Vergrößern ins Bild klicken

Wattolümpiade 2016: Mehr als 40.000 Euro für den guten Zweck

Brunsbüttel, 2. August 2016 - Die Wattolümpiade 2016 ist Geschichte, das „dreckige Dutzend voll“ – und der Wattikan erschöpft, aber glücklich. Elf Tage verbrachten die Olümpiamacher am Elbdeich von Soesmenhusen, um das schmutzigste Benefizspektakel der Welt vorzubereiten und anschließend die Spuren wieder zu beseitigen. Am Montagabend, nach Abschluss der Abbauarbeiten, dann der Moment, auf den alle im Wattikan hingearbeitet und –gefiebert hatten.

41.200 Euro – diese stolze Summe brachte der Kassensturz am Montagabend hervor. Damit steht fest: Die 300.000-Euro-Marke ist nicht nur geknackt, sie wurde sprichwörtlich pulverisiert: Mehr als 330.000 Spenden-Euros wurden in den vergangenen zwölf Jahren für den guten Zweck generiert!

Neben Eintrittseinnahmen in Höhe von 11.200 Euro kamen diesmal an Teamspenden 8157,01 Euro zusammen. Weitere 1346,46 Euro landeten bei der Veranstaltung in Spendendosen. Sagenhafte 15.292,44 Euro waren in den vergangenen Wochen und Monaten als Einzelspenden eingegangen, hinzu kommen 5000 Euro vom Verein Stark gegen Krebs aus Frankfurt zur Unterstützung der diesjährigen Krebsinformationstage (Ende Oktober/Anfang November). Summa summarum kamen so neben den Eintrittseinnahmen Spenden von 29.795,91 EUR zusammen – ein Betrag, der beim Kassensturz von den Neu-Wattikanos Nicole und Sebastian Schön auf 30.000 Euro aufgerundet wurde.

Rund 3000 Zuschauer und Teilnehmer machten die zwölften Wattolümpischen Spiele der Neuzeit somit abermals zu einem riesigen Erfolg. Der Benefizerlös soll auch diesmal Krebsbetroffenen in der Region zugute kommen, unter anderem über das im Sommer 2015 eingeweihte und durch den Wattolümpiade-Verein voll finanzierte Krebsberatungszentrum Westküste in der Brunsbütteler Koogstraße.

Dieser Erfolg wäre nicht denkbar ohne die zahlreichen Unterstützer und Ermöglicher vor und hinter den Kulissen, die dem ehrenamtlichen Organisationsteam zur Seite stehen. Dies fängt an bei den Sponsoren, die für die komplette Veranstaltungslogistik und das Drumherum sorgen, über die Musiker sowie die ehrenamtlichen Helfer von Feuerwehr, DGzRS, Sanitätsdienst, Ärzteschaft und Handicap-Crew, bis hin zu den Mitarbeitern des Bauhofs. Diesen gebührt in diesem Jahr ein Extra-Lob, hatten sie doch neben der Unterstützung am Deich diesmal einen wahren Wald an Halteverbotsschildern aufzustellen – bedingt durch die Verkehrssituation im Bereich Soesmenhusen, wo wegen einer Brückenbaustelle ein völlig neues Verkehrs- und Parkkonzept notwendig wurde. Dieses ist zur Freude der Organisatoren gut aufgegangen: Der erstmals angebotene „Park & Ride“-Service mit zwei kostenlosen Pendelbussen hat nicht nur gut funktioniert, er stieß auch bei den Besuchern auf positive Resonanz.

Last not least: Die Wattolümpiade wäre nichts ohne die Wattleten, die sich voller Enthusiasmus in den Schlick stürzen und längst den Geist der Veranstaltung verinnerlicht haben. Ihnen gebührt der größte Dank – auch für das faire Miteinander, das in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich ist.

Das dreckige Dutzend ist nun voll – und wie bereits bei der Siegerehrung verkündet, wird es nun erstmals zwei Jahre dauern, bis sich mutige Wattleten wieder in den Soesmenhusener Elbschlick stürzen können. Denn fortan wird die Wattolümpiade in einen Zwei-Jahres-Turnus gehen – immer in den geraden Jahren, quasi parallel zu den anderen großen Sportereignissen wie Fußball-WM und EM sowie dieser anderen Olympiade.

Mit diesem Gedanken hat sich der Wattikan übrigens schon längere Zeit beschäftigt - jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Ein Zwei-Jahres-Rhythmus verschafft allen im Orga-Team, die ja zum größten Teil voll im Berufsleben stehen, ein bisschen mehr Luft - aber auch der Wattolümpiade selbst, die nach zwölf Jahren neue Impulse gebrauchen kann. Schließlich soll mit der Wattolümpiade noch viele Jahre viel Gutes für Krebsbetroffene in der Region getan werden können.

Für die 13. Wattolümpiade der Neuzeit steht der Termin auch schon fest: Am 21. Juli 2018 wird wieder schmutziger Sport für eine saubere Sache im Elbschlick geboten.

Das heißt jedoch nicht, dass die Sportler jetzt zwei Jahre bis zum nächsten Event am Brunsbütteler Elbdeich warten müssen: Für die ungeraden Jahre dazwischen heckt der Wattikan gerade etwas aus – ein, zwei Nummern kleiner, aber nicht minder spaßig und natürlich mit dem wattolümpischen Spirit.

Und so sollten sich alle wieder den Neujahrsmittag im Kalender anstreichen. Dann ist, ganz nach olümpischer Tradition, um Punkt 12 Uhr Meldestart. Wofür genau, das wird der Wattikan demnächst bekanntgeben.


Für O-Töne erreichen Sie unseren Pressesprecher Oliver Kumbartzky unter 0170 / 1803097

Mit wattolümpischen Grüßen, Michael Behrendt


Wattolümpiade Brunsbüttel

„Noch viele Jahre Gutes tun“

Norddeutsche RundschauMohr.jpg

Dirk Passarge und Michael Behrendt über Herausforderungen und neue Ideen für das Benefizspektakel Wattolümpiade

vom 2. August 2016 Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ralf Pöschus


Zum zwölften Mal haben sich bunt kostümierte Menschen am vergangenen Sonnabend in den Elbschlick vor Brunsbüttel gestürzt, um mit verrückten Wettkämpfen wie Wattwolliball und Aalstaffellauf Geld für die Unterstützung krebskranker Menschen einzuspielen. Die Wattolümpiade ist kein Selbstgänger. Dass der jährlichen Realisierung tagelang harte Arbeit vorausgeht, und auch das Wetter mal einen bösen Streich spielen kann, wissen die beiden Vorsitzenden des Wattolümpia-Vereins, Dirk Passarge (39) und Michael Behrendt (39), nur zu gut.

Für Teilnehmer und Besucher ist die Benefiz-Schlammschlacht am Elbdeich eine Gaudi. Die Last der Veranstaltung ruht auf vergleichsweise wenigen Schultern. Wie schafft ihr das? Passarge: Unser Kernteam ist in der Tat klein, was einerseits praktisch ist, da Entscheidungen nicht tot diskutiert werden, andererseits aber auch den Nachteil hat, dass viel Verantwortung und Arbeit auf den einzelnen Schultern lastet. Das ist manches Mal schon ein Kraftakt. Wir sind aber froh, einen festen Stamm von Helfern zu haben, die uns rund um die Veranstaltung selbst zur Seite stehen. Jedes Jahr kommen ein paar neue hinzu, andere gehen, weil es sie wegzieht oder sich die Interessen verlagern. Damit muss man umgehen. Wir freuen uns über jeden, der hier mit anpackt und Teil eines tollen Teams wird. Auch wenn es manchmal so wirken mag: Wir sind kein geschlossener Zirkel, sondern offen für jeden, der sich mit Tatkraft einbringen möchte.

Um die Wattolümpiade auf die Beine zu stellen, braucht ihr auch Sponsoren. Sind deren Taschen heute zugeknöpfter als früher? Behrendt: Wir hatten nach dem Wegfall zweier Hauptsponsoren vor einigen Jahren tatsächlich um den Fortbestand der Wattolümpiade bangen müssen, denn unsere goldene Regel ist: Wir gehen immer mit null Euro Schulden in die Veranstaltung, um den kompletten Eintrittserlös spenden zu können. Glücklicherweise konnten wir neue Unterstützer gewinnen, die uns auch treu zur Seite stehen – dies, weil sie zum einem um die Bedeutung der Wattolümpiade für Krebsbetroffene in der Region wissen, sich zum anderen aber auch mit der Veranstaltung und dem Zweck dahinter identifizieren. Das geht über bloßes Sponsoring hinaus, weswegen wir sie auch viel lieber „Ermöglicher“ nennen.

Seit 2004 hat die Veranstaltung weit über 300 000 Euro für den guten Zweck eingespielt. Zwei Beratungsstellen für Krebskranke und deren Angehörige, Palliativzimmer, Typisierungsaktion, Kinderhospiz Dithmarschen und Krebsberatungszentrum Westküste in Brunsbüttel sind Stichworte. Was treibt euch an? Passarge: Genau das: mit vermeintlichem „Quatsch im Matsch“ ernsthafte Dinge zu bewegen. Dieses Spannungsfeld ist groß, aber eben auch reizvoll. Und wenn man dann sieht, was man bewegen kann – das pusht.


Die Mühen wurden ja auch belohnt durch Preise und mediale Aufmerksamkeit weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Seid ihr zufrieden? Behrendt: Dass die Bilder von der Wattolümpiade um die Welt gehen, ist schon irre. Andere müssten dafür riesige Werbebudgets ausgeben – uns fällt das in den Schoß. So etwas macht schon Spaß! Wertschätzung ist ein wichtiges Element, schließlich fördert das auch die Motivation: Es wird anerkannt, dass sich hier nicht nur ein paar Spinner im und am Watt tummeln, sondern dass das Ganze auch Hand und Fuß hat.

Als Wind und Regen 2011 für eine kurzfristige Absage von Wattstock-Festival und Wattolümpiade sorgten, gab es da Gedanken ans Hinschmeißen? Passarge: Nein, im Gegenteil. Es war das erste Mal, dass die Solidarität der Brunsbütteler für uns so richtig spürbar wurde. Viele spendeten und stellten Aktionen auf die Beine, so dass wir trotzdem das Ziel – die Einrichtung eines Palliativzimmers – erreichen konnten. Auch die Sponsoren gaben uns volle Rückendeckung. Das hat richtig gut getan.

Im vorigen Jahr habt ihr die Veranstaltung erstmals vom Sonntag auf den Sonnabend vorgezogen. Warum? Passarge: Die meisten Wattleten kommen ja von weiter her, und da wurde der Wunsch an uns herangetragen, auf den Sonnabend zu gehen, damit anschließend noch gefeiert werden kann. Die Resonanz darauf war gut – deshalb haben wir es auch in diesem Jahr so gemacht.

In Zukunft wollt ihr die Olümpioniken nur noch alle zwei Jahre an den Start schicken. Warum? Behrendt: Wir haben schon länger mit dem Gedanken gespielt, auf einen Zwei-Jahres-Turnus zu gehen, immer parallel zu den großen Sportturnieren wie Fußball-EM und -WM. Wir finden, jetzt, wo wir das dreckige Dutzend voll haben, ist der passende Zeitpunkt gekommen.

Passarge: Ein Zwei-Jahres-Rhythmus verschafft uns Ehrenamtlern ein bisschen mehr Luft. Das wird uns, die ja zum größten Teil voll im Berufsleben stehen, gut tun. Aber auch der Wattolümpiade selbst, die neue Impulse gebrauchen kann, damit wir noch viele Jahre viel Gutes für Krebsbetroffene in der Region tun können. Wir haben schon tolle Ideen für die nächste Auflage, auch der Termin steht mit dem 21. Juli 2018 schon fest.

Behrendt: Und – ohne zu viel zu verraten: Auch 2017 wird es verrückten Sport am Elbdeich von Soesmenhusen zu erleben geben. Wir hecken gerade etwas für die „Zwischenjahre“ aus – unsere Sportfreunde dürfen schon gespannt sein und sich weiterhin den 1. Januar als Meldetermin fett im Kalender anstreichen.

Links