Wattstock 2011

Aus Wattopedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wattstock 2011: Mit Wingenfelder+Wingenfelder
Ebenfalls dabei: Jaimi Faulkner und Band! Info: Vorspiel bei LYRA
Ebenfalls dabei: Radiopilot!

Wattolümpiade wieder mit Wattstock-Festival

Das wird die Musikfreunde in der Region freuen: In diesem Sommer wird wieder das Wattstock-Festival in Brunsbüttel gefeiert. Die Finanzierung des Benefiz-Events steht.

Sechs Jahre lang hat das Musikfestival den Auftakt des Wattolümpiade-Wochenendes markiert und regelmäßig den Löwenanteil des Benefizertrags erspielt. Nachdem Wattstock im vergangenen Jahr erstmals ausfallen musste, weil die finanzielle Planungssicherheit fehlte, kann es in diesem Jahr wieder über die Bühne gehen. Keine Selbstverständlichkeit: „Es ist nicht einfacher geworden, Sponsoren zu gewinnen“, macht Jens Rusch deutlich, der als Fundraiser viele Klinken putzen musste.

In den allermeisten Fällen habe es Absagen gegeben, oft mit dem Hinweis, man würde schon dies und jenes sponsern – oder eben gar nichts mehr, weil es die wirtschaftliche Situation nicht zulässt. Das sei zermürbend gewesen, bekennt Rusch. Schließlich gehe es bei der Wattolümpiade nicht um ein bloßes Spaßevent. Die Veranstaltung sei Vehikel um Gelder zu generieren, mit denen die Krebsberatungsstellen an den beiden Westküstenkliniken im Kreis und weitere Informationsangebote finanziert werden. Dinge, für die die öffentliche Hand oder auch Krankenkassen kein Geld übrig haben. Dabei kämen mehrere Effekte bei der Wattolümpiade zusammen: „Die Stadt bekommt ein Event mit überregionaler, ja internationaler Strahlkraft. Und gleichzeitig können wir etwas tun, um die Situation für Krebsbetroffene in der Region – Erkrankte aber auch Angehörige –zu verbessern.“

Auch Rusch weiß, dass man Sponsoren nicht über Gebühr belasten kann. „Einige sind schon von der ersten Wattolümpiade an dabei.“ Und so sei es auch durchaus verständlich, wenn sich der ein oder andere nach jahrelangem Engagement ausklinkt. Nur: Ohne Sponsoring ließe sich die Wattolümpiade nun mal nicht realisieren – und schon gar nicht mit dem Erfolg, der die Olümpiade zu einer der größten Benefizveranstaltung im Land gemacht hat. Denn nur dadurch, dass sämtliche Kosten im Vorfeld gedeckt sind, könne auch das Eintrittsgeld in Gänze der guten Sache zufließen. „Wir gehen ohne einen Cent Minus in die Veranstaltung – nur so ist der größtmögliche Spendenertrag sichergestellt.“ An diesem Prinzip solle sich auch in weiterhin nichts ändern.

Im vergangenen Jahr war das Wattstock-Festival genau diesem Prinzip zum Opfer gefallen. Nach dem Rückzug eines der Hauptsponsoren konnten die Olümpiamacher nicht mehr rechtzeitig Ersatz akquirieren. So fehlte Planungssicherheit, und weil man den Besuchern kein abgespecktes Festival unterjubeln wollte, fiel Wattstock aus. „Das sorgte bei nicht wenigen Brunsbüttelern für lange Gesichter“, weiß Rusch. Es sei aber auch durchaus ein nötiges Signal gewesen, „ein Signal dafür, dass uns ein so tolles Festival eben nicht in den Schoß fällt“.

Um so größer ist die Freude, in diesem Jahr wieder in die Vollen gehen zu können. Zu verdanken sei dies insbesondere zwei großen Betrieben am Ort, Südweststrom und Vattenfall, die bereits seit mehreren Jahren zu den wichtigsten Unterstützern der Benefizveranstaltung gehören und die sich, gerade vor dem karitativen Hintergrund, für den Erhalt der Veranstaltung stark machen, so Rusch. Südweststrom Geschäftsführer Hakan Yapici hatte die Unterstützung für die gute Sache sofort zugesagt, sodass in diesem Jahr frühzeitig die Planungen für die Olümpiade und auch das Festival gesichert in Angriff genommen werden konnten. Und so laufen mittlerweile die Vorbereitungen für das Festival, das am 23. Juli, dem Tag vor der Wattolümpiade, stattfinden wird, auf Hochtouren.

Die ersten Bandzusagen liegen auch schon vor. So haben die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder, die mit den Olümpiamachern seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden sind und mit Fury in the Slaughterhouse 2006 und 2008 umjubelte Konzerte bei Wattstock gaben, spontan zugesagt, sich hier mit ihrer neuen Band “Wingenfelder+Wingenfelder” erneut in den Dienst der guten Sache zu stellen. Hinzu kommt der überaus kreative Australier Jaimi Faulkner, der bereits das Lyra-Publikum in der Galerie Rusch von den Stühlen riss mit seiner Band. Ein rockiger Hochgenuss! An dem weiteren Programm wird jetzt gewerkelt.

Stattfinden soll das Festival übrigens an bewährter Stelle direkt am Wattkampfgelände am Deich. Die Kulisse vorübergleitender Kreuzfahrer macht die Bühne zum augenfälligen 3D-Panoptikum.

Diese Bands sind 2011 dabei

  • Wingenfelder + Wingenfelder
  • Dirk Darmstädter
  • Terry Hoax
  • Radiopilot
  • Jaimi Faulkner + Band
  • Haberdashery

Terry Hoax

Terry Hoax sind eine Rockband aus Hannover. Sie gründeten sich 1988 und lösten sich 1996 nach einer Abschiedstournee auf. 2008 feierten Terry Hoax dann die Reunion.

Geschichte

Terry Hoax nahmen ihre ersten Alben in den Peppermint Park-Studios unter der Regie des Produzenten Jens Krause auf und haben damit einen ähnlichen Hintergrund wie Fury in the Slaughterhouse und Cultured Pearls. Zeit ihres Bestehens standen Terry Hoax jedoch zumeist im Schatten dieser Bands.

Die erfolgreichste Single der Band war im Jahr 1992 ein Cover des Depeche Mode-Liedes Policy of Truth, dessen Musikvideo nach wie vor als das meistgespielte einer deutschen Band bei MTV gilt. Das Lied stammt vom kommerziell erfolgreichsten Album der Band, Freedom Circus, auf dem u. a. Sabine Bulthaup (vom Frühstyxradio) als Background-Sängerin zu hören ist.

Das darauf folgende Album, Splinterproof, war musikalisch deutlich härter und rockiger, ohne jedoch die Eingängigkeit des Vorgängers vollständig aufzugeben.

Nach dem Erfolg von Freedom Circus und Splinterproof ging die Band für die Aufnahmen des vierten Studioalbums nach Los Angeles. Das 1995 veröffentlichte Den Kindern geht es gut, und sie lassen grüßen (dessen Liedtexte trotz des deutschen Albumtitels Englisch waren) zeigte bereits, dass innerhalb der Band vielerlei musikalische Strömungen miteinander konkurrierten. So findet sich auf dem Album mit Dreamer – the man who always wants to sleep auch ungewohnt Experimentelles.

Videos

Presse

Wattstock-Rückblick

Links