Krebsinformationstage 2019: Unterschied zwischen den Versionen

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(Ernährung und Krebs. Was kann ich noch essen?)
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Referenten: Dr. Ralf Höfer [Foto rechts], Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, WKK Heide

Version vom 29. August 2019, 12:56 Uhr

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Polyneuropathie durch Chemotherapie

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Montag, 21. Oktober 2019 um 19 Uhr

Veranstaltungsort: Krebsberatungszentrum Westküste

Referentin: PD Dr. med. Georgia Schilling

Vortrag: Wenn Füße und Hände kribbeln und schmerzen – Polyneuropathie durch Chemotherapie

Zahlreiche Krebspatienten berichten von Nervenbeschwerden als Folge einer medikamentösen Krebsbehandlung. Dadurch kommt es zu unangenehmen Empfindungen oder Schmerzen in den Füßen und/ oder Händen. Wie erkenne ich eine Polyneuropathie und wie kann sie behandelt werden? Was kann ich selbst tun? Diese und weitere Fragen beantwortet PD Dr. Georgia Schilling von der Asklepios Nordseeklinik Westerland.



Ernährung und Krebs. Was kann ich noch essen?

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Mittwoch, 23. Oktober 2019, 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr

WKK Heide Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen, Raum 0.20

Referenten: Dr. Ralf Höfer [Foto rechts], Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, WKK Heide Dr. Thorsten Michel (Foto links), Medizinische Klinik 1, WKK Heide

2018 erkrankten in Deutschland etwa 490.000 Menschen an Krebs.

Hiervon sind 59.000 von Darmkrebs betroffen und werden meist operiert. Ein Viertel der Deutschen hat einen BMI > 30 und gilt damit als adipös (deutlich übergewichtig). Es landet zu viel Zucker und zu viel Fleisch auf dem Teller.

Beeinflusst die Ernährung die Entstehung von Krebs? Und wie kann ich mich nach einer Operation am Darm ernähren? Kann ich alles essen? Welche Möglichkeiten gibt es, Blähungen als auch häufigen und weichen Stuhlgang zu reduzieren? Wir möchten mit Ihnen in das große Thema „Ernährung und Krebs“ eintauchen und Ihnen anhand der aktuellen Forschung Zusammenhänge aufzeigen.

Im Rahmen der 11. Brunsbütteler Krebsinformationstage laden das Krebsberatungszentrum Westküste, die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft, das Darmkrebs-Zentrum und das Onkologische Zentrum der Westküstenkliniken Standort Heide Sie herzlich ein. Wir freuen uns auf Sie und auf interessante Vorträge und anschließende Fragen!

Petra Köster Dr. Thomas Eibisch Prof. Dr. Thomas Herrmann

Der Vortrag richtet sich an Betroffene, Angehörige und die interessierte Bevölkerung.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen Esmarchstr. 50, 25746 Heide©Barbara Dudzinska/fotolia.com

Krebserkrankungen im Magen-Darm-Trakt

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Montag 28. Oktober 19 Uhr

Veranstaltungsort: WKK Brunsbüttel, Konferenzraum

Referent: Chefarzt Dr. Thomas Thomsen

in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer der Westküstenklinik Brunsbüttel e. V.

Erst brennt es im Schlund, dann bleibt die Speise in der Röhre stecken.


Information zum Thema Krebserkrankung der Speiseröhre.

In Deutschland erkranken pro Jahr circa 3800 Menschen an Krebs der Speiseröhre. Wir kennen unterschiedliche Typen und unterschiedliche Entstehungsmechanismen. Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre, die so genannte Refluxkrankheit, ist eine der häufigsten Ursachen für Krebs der Speiseröhre. Risikofaktoren, Vermeidungsstrategien, Frühzeichen und Behandlungsstrategien sind Inhalt dieses Vortrags.

Konzert Olaf Plotz

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Die Dimensionen der Musik. Der Einfluss von Musiktherapie.


Donnerstag 31. Oktober 19 Uhr

Veranstaltungsort: Galerie Rusch Schulstraße 38


Das Konzert ist die Einführung in ein Spektrum neuer Therapiemöglichkeiten in unserem Krebsberatungszentrum.

Olaf Plotz ist so vielseitig wie das Fach der Percussion.

Er bietet Einzel- und Gruppen-Unterricht auf Cajon, Conga, Djembe, Rahmentrommel und Darabouka an.

Stile: Rock, Pop, Latin, Afro, Brasil, Orient.

Auch ohne Instrument zieht Olaf Plotz Menschen in den Bann des Rhythmus – mit Reaktions- und Achtsamkeitsspielen, mit Rhythmus-Training mit Körper und Stimme, mit Mitmach-Tommel-Aktionen.

Seine langjährige Erfahrung macht ihn zum gern gesehenen Gast bei Fortbildung für Lehrkräfte Olaf Plotz arbeitet seit vielen Jahren im musiktherapeutischen Bereich.


Chancen und Risiken ergänzender Krebstherapien

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6. November 2019 16:30 Uhr

Prof. Dr. Jutta Hübner Veranstaltungsort: WKK Heide/ Bildungszentrum Wichtige Stationen der Berufstätigkeit

  • 2001 Internistische Oberärztin, Strahlentherapie, Robert-Janker-Klinik in Bonn
  • 2001-2004 Chefärztin der Rehabilitationskliniken Bellevue in Bad Soden-Salmünster

und Prof.-Volhard-Klinik in Masserberg

  • 2004-2009 Chefärztin der Abteilung Onkologie der Habichtswald-Klinik in Kassel
  • 2009-2012 Leiterin des Bereichs Palliativmedizin, supportive und komplementäre Onkologie, Universitätsklinikum Frankfurt
  • Seit 04/2012 Leiterin der Arbeitsgruppe Integrative Onkologie des Dr. Senckenbergischen chronomedizinischen Instituts an der Universität Frankfurt/Main
  • 2013-2016 Leiterin des wissenschaftlichen Datenbankprojektes bei der Deutschen Krebsgesellschaft
  • Seit 01/2017 Stiftungsprofessur für Integrative Onkologie der Deutschen Krebshilfe am Universitätsklinikum Jena, Medizinische Klinik II; Hämatologie und Internistische Onkologie
  • Seit 2010 Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft mit den Schwerpunkten Prävention, Ernährung, körperliche Aktivität und Komplementäre Onkologie
  • Seit 2013 Außerordentliches Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft

Komplementärmedizin

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Mittwoch 13. November 19 Uhr

Veranstaltungsort: Galerie Rusch Schulstraße 38

Beamer-Vortrag von Jens Rusch. Themenschwerpunkt: Jiaogulan

Seit Beginn des Krebs-Engagements im Rahmen der Wattolümpiade vertritt Jens Rusch den Bereich Komplementärmedizin. In diesem Rahmen ist er unablässig auf der Suche nach wissenschaftlich fundierten Fakten. In diesem Vortrag berichtet er über den aktuellen Stand.

Eigene Pflanzenzucht zunächst für die Eigentherapie, führte den Krebspatienten zur TCM und zahlreichen Kontakten im In- und Ausland. Fallstudien, Feedbacks und Erfahrungsberichte Betroffener ergeben ein seriöses Bild über den Nutzen der Naturmedizin im Komplementärbereich der Onkologie.


Briefe an den Gesundheitsminister

An den Herrn Gesundheitsminister Jens Spahn Friedrichstraße 108 10117 Berlin


Betr. Einfuhrbeschränkung bewährter Naturheilmittel

 Jens Rusch | Brunsbüttel | 9. Juli 2019

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Sehr geehrter Herr Spahn

Zunächst möchte ich mich Ihnen noch einmal vorstellen, obwohl ich in Ihrem Ministerium bereits aktenkundig bin. Mein Name ist Jens Rusch und ich bin Mitglied einer engagierten Gruppe von Menschen, die sich seit über 15 Jahren der Stärkung von Patientenkompetenz an der Westküste Norddeutschlands verschrieben haben. Ich bin selbst krebsbetroffen, ein sogenannter "Longtime Survivor". Durch eine Vielzahl medienwirksamer Großaktionen wie "Wattolümpiade", LAUTSTARK gegen KREBS und jährlicher Krebsinformationstage konnte ein eigenes Krebsberatungszentrum Westküste und ein Verein STARk gegen KREBS e.V. etabliert und nachhaltig finanziert werden. Unsere Charity-Aktionen generierten bislang weit über eine halbe Million Euro zum Wohle Krebsbetroffener. Zu unseren stärksten Partnern gehört auch das Wacken Open Air.

Zu meinen persönlichen Aufgabenbereichen gehört der Bereich Komplementärmedizin. Hier vollzieht sich mein Engagement im Dialog mit der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, die auch Betreiberin unseres Krebsberatungszentrums ist, und den onkologischen Arbeitskreisen der Westküstenkliniken.

In diesem Bereich der Phytomedizin züchte ich selbst seit 2005 in eigenen Treibhäusern zunächst zum Eigenbedarf und zur Selbsttherapie eine äußerst wertvolle Pflanze, die ich aus Südostasien mitbrachte. Sie heißt "Jiaogulan", übersetzt "Unsterblichkeitskraut" und wird seit Jahrhunderten in der TCM in der Onkologie eingesetzt.

Ich bin über Ihre persönlichen Ressentiments gegenüber Naturheilmitteln informiert und kenne die juristischen Maßnahmen, die eine Nutzung natürlicher Hilfsmittel für Krebsbetroffene einschränken oder gar unmöglich machen. Hierzu gehört auch die EU-Richtlinie der Novel-Food-Verordnung.

Diese steht in einem eklatanten Gegensatz zu belegbaren, seriösen medizinischen Erfahrungen und Studien.

In der Nähe Ihres Ministeriums befindet sich die Charité Berlin. Dort hat Univ-Prof. Dr. med. Andreas Michalsen die Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie inne.

Von Dr. Michalsen gibt es zahlreiche Publikationen in denen er faktisch belegt, dass eine fachlich versierte Behandlungsvorstufe mit modernen naturheilkundlichen Mitteln in sehr vielen Fällen eine drastischere Behandlung wie beispielsweise durch eine Chemotherapie reduzieren oder erübrigen könnten. Eine medizinisch vertretbare Stufen-Therapie könnte das Gesundheitswesen ausgesprochen nachhaltig entlasten.

Doch es geht dabei nicht nur um eine Entlastung von Kassen und Versicherungen, es geht auch darum, dass Krebsbetroffenen durch die vorgenannten Einschränken definitiv belegbare Heilungschancen vorenthalten werden.

Aus diesem Grunde sende ich Ihnen in der Anlage die zusammenfassenden Studien des National Institutes of Health (NIH) 9000 Rockville Pike, Bethesda, Maryland20892, (USA), U.S.Department of Health and Human Services

Anm.: Die National Institutes of Health mit Sitz in Bethesda sind eine Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums. In den USA sind sie die wichtigste Behörde für biomedizinische Forschung. Dr. Karl Reinhold Gruner, Sachverständiger für Arzneimittelprüfung und experimentelle Pharmakologie übersetzte mir die nachstehende Conclusio:


Anti-Krebs-Wirkungen von Gynostemma pentaphyllum (Thunb.) Makino (Jiaogulan) Yantao Li, Wanjun Lin, Jiajun Huang, Ying Xie and Wenzhe Ma, Chin Med (2016) 11:43 (Link: ncni.nlm.nih.gov) – Zusammenfassung

Gynostemma pentaphyllum (Thunb.) Makino (GpM) (Jiaogulan)

wird seit jeher in großem Umfang in der Chinesischen Medizin zur Behandlung verschiedener Krankheiten, wie Hepatitis, Diabetes und Gefäßerkrankungen eingesetzt. GpM hat weiterhin erkennen lassen, dass es sehr stark gegen Krebs wirkt. In diesem Review haben wir den Fortschritt aus der diesbezüglichen neueren Forschung zusammengefasst, soweit er sich auf Anti-Krebs-Aktivitäten und -Wirkungsmechanismen von GpM erstreckt. Hierzu haben wir in Datenbanken, wie PubMed, Web of Science und China Knowledge Infrastructure recherchiert.

Der Inhalt dieses Reviews basiert auf Studien, welche in der Literatur berichtet wurden, soweit sie sich auf die chemischen Komponenten oder Anti-Krebs- Wirkung von GpM bis zum Zeitraum Anfang August 2016 beziehen. Die Literaturrecherche hat erkennen lassen, dass mehr als 230 Substanzen aus GpM isoliert wurden, wobei die meisten dieser Substanzen (189) zu den Saponinen gehören, welche auch Gypenoside genannt werden. Alle übrigen Komponenten wurden als Sterole, Flavonoide oder auch Polysaccharide klassifiziert. Verschiedene Extrakte oder Fraktionen daraus, als auch eine Vielzahl von Reinsubstanzen, welche aus GpM isoliert wurden, wiesen eine hemmende Wirkung auf die Proliferation (Anm.: Wucherung) von Krebszellen auf und zwar sowohl in vitro als auch in vivo.

Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse verschiedener klinischer Studien, dass die spezielle Zusammensetzung von GpM mögliche Heilwirkungen gegen Krebs aufweist. Es wurden verschiedene Aktionsmechanismen im Hinblick auf die Anti-Krebs-Wirkung vorgeschlagen, wie z.B. Hemmung des Zellteilungszyklus, Apoptose (Anm.: direkte Verdauung von Krebszellen durch aktive Aufnahme in Immunzellen), Hemmung der Invasion von Krebszellen (Anm.: Hemmung der Einwucherung in gesundes Gewebe) und Hemmung der Metastasierung, Hemmung der Glycolyse (Anm.: Hemmung des Zuckerstoffwechsels der Krebszellen – diese „verhungern“ dann) und immunmodulierende Wirkungen (Anm.: günstige Beeinflussung des Immunsystems).

Den kompletten Bericht finden Sie in englischer Sprache als PDF in der Anlage. Sie ersehen aus dieser Faktensammlung unschwer, sehr geehrter Herr Gesundheitsminister, dass hier durch eine völlig veraltete und dringend revisionsbedürftige EU-Verordnung den Krebsbetroffenen in unserem Land ohne Not und Anlass eine wirksame Option für ihr Überleben vorenthalten wird.

Ich bitte Sie dringend, sich für eine Klärung dieser rückständigen Angelegenheit zum Wohle Krebsbetroffener einzusetzen.

Jens Rusch
Brunsbüttel
9. Juli 2019

Rückblicke



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