Meerkampf

Aus Wattopedia
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Der Regisseur

Frank Müller

Das Team

Der Film

Das Team des Dokumentarfilms meerkampf. watt? hat 2007 und 2008 über mehrere Monate die Organisatoren sowie einige Teams, die an der Wattolümpiade teilnehmen, begleitet. Als “Wattikan“ und “Wattleten" berauschen sie sich an den Wettkämpfen, die an einem Nachmittag im Sommer stattfinden. Wichtigste Disziplinen: Watt-Fußball, Watt-Handball und Aal-Staffellauf.

meerkampf. watt? zeigt einen ungewöhnlichen Kosmos in einer Region fernab der Ballungszentren. Die Beteiligten unterbrechen die Routine ihres Alltags und stampfen bei Sturm und Regen ein Spektakel aus dem Watt, das trotz seines ernsten Hintergrunds nicht ganz von dieser Welt zu sein scheint. Mit ihrer liebenswerten Sturheit erreichen, sie, womit kaum jemand gerechnet hat: 3.000 Besucher kommen, um beim Spaß im Schlick zuzusehen. Die Beharrlichkeit und Euphorie von Jens Rusch und seinem “Wattikan“ sind ansteckend.

Die Förderung

Der Film wurde von der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein gefördert und von der Stadt Brunsbüttel bezuschusst. Der Regisseur ist in Brunsbüttel groß-geworden und kennt einige der Hauptfiguren seit über 20 Jahren. Zwei Kameras waren ständig im Einsatz und haben im HD Format den trotzigen, beharrlichen, grotesken und komischen Weg der Protagonisten begleitet. Eine Deich-Komödie, ein existenzielles Drama. Anarchischer Spaß trifft auf trockene Ironie, Watt-Philosophie trifft auf norddeutsche Sturheit.

Der Wattikan

Jens Rusch ist Maler und bundesweit renommierter Radierkünstler, der als Sohn eines Fischers an der Nordsee aufgewachsen ist. Er ist überzeugt: Ebbe, Flut und die amphibische Landschaft des Watts haben die Menschen hier geprägt. Mit Gleichgesinnten hat Jens Rusch das “Wattpsychologische Institut“ gegründet - ein Sammelbecken hintersinnigen Un-Sinns. Jens Rusch weiß, dass “Wattpsychologie“ für viele Leute albern klingt, aber für ihn und den “Wattikan" ist sie der gedankliche Hintergrund der Wattolümpiade.


2002 bekam Jens Rusch die Diagnose: Krebs. Die Ärzte gaben ihm noch ein halbes Jahr. Er hat bisher überlebt, aber er weiß, dass er jederzeit einen Rückfall bekommen kann - und sammelt seit 2004 durch die Wattolümpiade Spendengelder, mit denen die Krebsgesellschaft in der Region Beratungsstellen eingerichtet hat.

Die gute Seele des “Wattikans" ist Hans Sievers. Vor fünf Jahren sind seine Eltern zu ihm gezogen, im Frühjahr 2007 ist sein Vater gestorben: Lungenkrebs, Spätfolge von Asbest. Statt lange Segeltörns zu machen kümmert er sich jetzt um seine Mutter, die nicht gern allein zu Hause ist. Und er kann sich bei der Wattolümpiade als Bastler austoben: Für das olümpische Feuer hat er eine eigenwillige Konstruktion entwickelt.


Die Wattleten

Die “Wattleten", kommen aus den verschiedensten sozialen Schichten der Region. Sie alle verbindet die Metamorphose im Schlick: Wie im Karneval sind alle gleich, und erlaubt ist, was gefällt. Helden sind die, die kaum noch als Individuen erkennbar sind. Auf ihre Art bereiten sie sich jeweils auf die Wattolümpiade vor: Trainieren im Schlick, basteln Kostüme und wissen spätestens beim Blick auf den dunklen Himmel, dass sie in einer benachteiligten Region leben. Aber Aufgeben? Sie haben die Erfahrung gemacht: Der Regen kommt und geht. Wie die Flut.

Mark Riemann ist als Chef einer Bäckerei gleichzeitig “Wattlet" und kleiner Sponsor der Wattolümpiade. Seine Mannschaft ist jedes Jahr dabei, auch wenn sie noch nie ein Spiel gewonnen hat.

Der “Wattikan" ist auf Leute wie Mark Riemann angewiesen. Denn das Konzept der Wattolümpiade ist simpel: Alle Unkosten werden durch Sponsoren abgedeckt, damit die Eintrittsgelder komplett gespendet werden können.

Der Este Erki Alamaa ist in der Nähe von Brunsbüttel verheiratet. Jedes Jahr holt er seine Freunde aus Osteuropa an die Nordsee und tritt als estnische “Wattional-Mannschaft" an. Ihre Spezialität ist der Aal-Staffellauf, bei dem sie die Gegner in Schlick und Boden rennen. Und wie keine andere Mannschaft genießen sie die Symbiose mit dem Schlick, der sie zu archaischen Figuren werden lässt.


Kontakt

Frank D. Müller 0177.8117217 oder

Markus Penth 0172.8382777

info@meerkampf-watt.de